Moon Sniper: Japan will eine Punktlandung auf dem Mond schaffen
In Japan sind gleich zwei sehr ambitionierte Raumfahrtmissionen an Bord einer Trägerrakete ins All befördert worden: Der XRISM-Satellit soll die Wahrnehmung des Universums deutlich erweitern, mit dem SLIM-Lander will man punktgenau auf dem Mond landen.
Bisher verliefen Mondlandungen so, dass die Landezone eher ein Bereich von mehreren Kilometern war. Dies ist auch in Ordnung, wenn man nur eine Landeeinheit absetzen will, die für sich allein steht. Wenn zukünftig aber aufeinander aufbauende Missionen durchgeführt oder gar Versorgungsflüge zu bemannten Stationen auf dem Mond unternommen werden sollen, benötigt man eine deutlich präzisere Landetechnologie.
Der Mondlander SLIM ...
... und der XRISM-Satellit
Beim Satelliten XRISM (X-Ray Imaging and Spectroscopy Mission) handelt es sich um ein orbitales Observatorium, dessen Kameras auf die Aufnahme von Bildern im Röntgenspektrum ausgelegt sind. Dies soll die bisherigen Weltraumteleskope ergänzen, die hauptsächlich im sichtbaren Licht (z.B. Hubble) oder im Infrarot-Bereich (James Webb) arbeiten.
Im Vergleich zu anderen Wellenlängen des Lichts sind Röntgenstrahlen so kurzwellig, dass sie die schalenförmigen Spiegel herkömmlicher Teleskope durchdringen und von solchen Konstruktionen kaum aufgefangen werden können. Angesichts dessen verfügt XRISM über Tausende von gekrümmten, ineinander verschachtelten Einzelspiegeln, die besser für die Erkennung von Röntgenstrahlen geeignet sind. Der Satellit wird nach seiner Ankunft in der Umlaufbahn einige Monate lang kalibriert werden müssen. Die Mission ist auf eine Betriebsdauer von drei Jahren ausgelegt.
Die Spiegel des Röntgen-Teleskops
Siehe auch:
Erfolgreicher Doppelstart
SLIM (Smart Lander for Investigating Moon) ist von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA entwickelt worden. Das Ziel besteht vor allem darin, eine sehr genaue Landung auf dem Mond hinzubekommen. Der anvisierte Zielpunkt soll mit einer Genauigkeit von 100 Metern getroffen werden, was dem Projekt den Spitznamen "Moon Sniper" eingebrachte.Bisher verliefen Mondlandungen so, dass die Landezone eher ein Bereich von mehreren Kilometern war. Dies ist auch in Ordnung, wenn man nur eine Landeeinheit absetzen will, die für sich allein steht. Wenn zukünftig aber aufeinander aufbauende Missionen durchgeführt oder gar Versorgungsflüge zu bemannten Stationen auf dem Mond unternommen werden sollen, benötigt man eine deutlich präzisere Landetechnologie.
Der Mondlander SLIM ...
... und der XRISM-Satellit
Beim Satelliten XRISM (X-Ray Imaging and Spectroscopy Mission) handelt es sich um ein orbitales Observatorium, dessen Kameras auf die Aufnahme von Bildern im Röntgenspektrum ausgelegt sind. Dies soll die bisherigen Weltraumteleskope ergänzen, die hauptsächlich im sichtbaren Licht (z.B. Hubble) oder im Infrarot-Bereich (James Webb) arbeiten.
Röntgenauge im Weltraum
Röntgenstrahlung entsteht vor allem rund um sehr energiereiche Ereignisse oder Objekte im Universum - also beispielsweise bei Sternenexplosionen oder am Ereignishorizont Schwarzer Löcher. XRISM ist das Ergebnis einer Kooperation von JAXA, NASA und ESA.Im Vergleich zu anderen Wellenlängen des Lichts sind Röntgenstrahlen so kurzwellig, dass sie die schalenförmigen Spiegel herkömmlicher Teleskope durchdringen und von solchen Konstruktionen kaum aufgefangen werden können. Angesichts dessen verfügt XRISM über Tausende von gekrümmten, ineinander verschachtelten Einzelspiegeln, die besser für die Erkennung von Röntgenstrahlen geeignet sind. Der Satellit wird nach seiner Ankunft in der Umlaufbahn einige Monate lang kalibriert werden müssen. Die Mission ist auf eine Betriebsdauer von drei Jahren ausgelegt.
Die Spiegel des Röntgen-Teleskops
Zusammenfassung
- Zwei ambitionierte Raumfahrt-Missionen in Japan gestartet.
- SLIM soll punktgenaue Landung auf dem Mond erreichen.
- Zielgenauigkeit von 100 Metern anvisiert.
- XRISM ist ein orbitales Observatorium für Röntgenbilder.
- XRISM entstand aus Kooperation von JAXA, NASA und ESA.
- XRISM nutzt tausende gekrümmte, ineinander verschachtelte Spiegel.
- Nach Ankunft in Umlaufbahn wird XRISM einige Monate kalibriert.
Siehe auch:
Thema:
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