Stille nach der Mondnacht:
Indischer Lander antwortet nicht mehr

Nach der zweiwöchigen frostigen Mondnacht sollten Lander und Rover der indischen Mission Chandrayaan-3 wieder aus ihrem Tiefschlaf erwachen. Bisher ist es den Wissenschaftlern aber nicht gelungen, mit den Sonden am Mond-Südpol Kontakt aufzubauen. Für Indien ist die Chandrayaan-3-Mission schon jetzt ein riesiger Erfolg. Mit dem Touchdown am 23. August ist das Land nach den USA, Russland (bzw. die Sowjetunion) und China erst die vierte Nation in der Geschichte, der eine Mondlandung gelungen ist. Für den Lander Vikram und den Rover Pragyan galt es auch, schnellstens die wissenschaftliche Arbeit aufzunehmen. Grund: die herannahende Mondnacht.

Wie Space.com in seinem Artikel beschreibt, wurde der Pragyan-Rover bereits am 2. September in den Tiefschlaf versetzt, zwei Tage später sollten auch alle Instrumente des Lander Vikram deaktiviert werden. Die Indian Space Research Organization (ISRO) hatte zu diesem Zeitpunkt mitgeteilt, dass die Mission ihre primären Ziele erreicht habe. Man hoffe aber, dass die beiden Sonden die frostige Mondnacht überstehen.

Leider noch kein Lebenszeichen

In einer Nachricht vom 22. September teilt ISRO mit, dass man einen Versuch unternommen hat, den Kontakt zu Rover und Lander wieder aufzubauen. Dabei sollte mit einem einfachen Signal überprüft werden, wie es um die Bordsysteme nach dem Tiefschlaf bestellt ist und ob eine Reaktivierung erfolgen kann.

"Es wurden Anstrengungen unter­nommen, um die Kommunikation mit dem Vikram-Lander und dem Pragyan-Rover herzustellen, um ihren Aufwach­zustand festzustellen. Bis jetzt wurden keine Signale von ihnen empfangen", so ISRO in einem Post auf X.

Die Agentur ergänzt, dass man weiter versuchen werde, den Kontakt wiederherzustellen. Bis heute ist kein weiteres Update zu der Situation erfolgt.

Zusammenfassung
  • Indische Mission Chandrayaan-3: Kontakt zu Mond-Sonden fehlt
  • Lander und Rover sollten nach Mondnacht aufwachen
  • Indien ist vierte Nation mit erfolgreicher Mondlandung
  • Sonden wurden Anfang September in Tiefschlaf versetzt
  • ISRO versuchte erfolglos, Kontakt zu Sonden wiederherzustellen
  • Zustand der Bordsysteme nach Tiefschlaf unklar
  • Bisher keine weiteren Updates zur Situation

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