Netflix und Co. wollen nicht länger, dass Kunden werbefreie Abos nutzen
Es ist nicht lange her, dass Werbeabos eine Neuheit waren, die von den Streaming-Kunden argwöhnisch beäugt wurden. Mittlerweile bieten aber nahezu alle Dienste diese Variante an - oft zulasten der günstigsten Einsteigerangebote. Der Grund ist simpel: Sie bringen mehr Geld.
Das hatte auch bereits konkrete Folgen, denn das frühere Basis-Abo ohne Werbung (das monatlich 7,99 Euro kostet) wurde vor einigen Monaten in den ersten Regionen gestrichen. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns so weit ist. Das hat nämlich einen konkreten Grund: Für die Streaming-Anbieter sind die werbefinanzierten Abonnements lukrativer als die herkömmlichen Einstiegsvarianten.
Wie The Hollywood Reporter (THR) berichtet, haben die meisten großen Streaming-Unternehmen herausgefunden, dass die Gesamteinnahmen pro Nutzer bei ihren werbefinanzierten Tarifen höher sind als bei den werbefreien Optionen. Unter dem Strich bringen die günstigen Werbeabos den Diensten mehr Geld ein als die teureren Einsteigertarife ohne Reklame.
Netflix ist hier das prominenteste Beispiel, in den USA kann man aber eine ähnliche Entwicklung auch bei anderen Diensten wie Hulu, Peacock und Paramount+ beobachten. Denn diese Plattformen haben zuletzt versucht, die Preise für ihre werbefinanzierten Abos so wenig wie nur möglich zu erhöhen, damit diese für die Kunden attraktiv(er) bleiben.
Laut THR greifen mittlerweile mehr als 40 Prozent der neuen Abonnenten von Disney+ zum Werbeabo. Bei Netflix liegen sogar konkrete Nutzerzahlen vor, laut Insidern konnte der Streaming-Riese seine Abos in dieser Kategorie zuletzt von fünf auf zehn Millionen steigern. Das wiederum macht diese Dienste attraktiver für Werbekunden.
Für die meisten Anbieter auf diesem Gebiet ist Werbung von enormer Bedeutung: Denn nur die wenigsten Unternehmen operieren hier profitabel, konkret schreiben in den USA nur Netflix und Hulu schwarze Zahlen. Disney+, (NBCs) Peacock, (HBO) Max und Paramount+ vermelden nach wie vor Verluste - lukrative Werbegeschäfte und -schienen könnten das ändern.
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Preise, Tarife und Angebotsinhalte entsprechen dem Stand der Veröffentlichung und können sich beim Anbieter kurzfristig ändern; maßgeblich sind dessen Angaben auf der Bestellseite.
- Werbeabos bei Streaming-Diensten mittlerweile weitverbreitet
- Netflix verlor Abonnenten nach Pandemie-Lockdowns
- Netflix reagierte mit Einführung von werbefinanziertem Basis-Abo
- Werbefinanzierte Abos lukrativer für Streaming-Anbieter
- Gesamteinnahmen pro Nutzer bei Werbeabos höher
- Über 40 Prozent der neuen Disney+ Abonnenten wählen Werbeabo
- Werbung für Streaming-Dienste wichtig für Profitabilität
Streaming: Nach der Pandemie folgte der Absturz
In der Pandemie schossen die Abonnentenzahlen in die Höhe, nach den Ende der Lockdowns folgte aber die Ernüchterung. Denn Dienste wie Netflix verloren unter dem Strich erstmals seit langem Abonnenten. Die Unternehmen reagierten: Netflix gab seine jahrelange und kategorische Weigerung, Werbung zu integrieren, auf und startete sein 4,99 Euro günstiges Basis-Abo mit Werbung.Das hatte auch bereits konkrete Folgen, denn das frühere Basis-Abo ohne Werbung (das monatlich 7,99 Euro kostet) wurde vor einigen Monaten in den ersten Regionen gestrichen. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns so weit ist. Das hat nämlich einen konkreten Grund: Für die Streaming-Anbieter sind die werbefinanzierten Abonnements lukrativer als die herkömmlichen Einstiegsvarianten.
Wie The Hollywood Reporter (THR) berichtet, haben die meisten großen Streaming-Unternehmen herausgefunden, dass die Gesamteinnahmen pro Nutzer bei ihren werbefinanzierten Tarifen höher sind als bei den werbefreien Optionen. Unter dem Strich bringen die günstigen Werbeabos den Diensten mehr Geld ein als die teureren Einsteigertarife ohne Reklame.
Netflix ist hier das prominenteste Beispiel, in den USA kann man aber eine ähnliche Entwicklung auch bei anderen Diensten wie Hulu, Peacock und Paramount+ beobachten. Denn diese Plattformen haben zuletzt versucht, die Preise für ihre werbefinanzierten Abos so wenig wie nur möglich zu erhöhen, damit diese für die Kunden attraktiv(er) bleiben.
Laut THR greifen mittlerweile mehr als 40 Prozent der neuen Abonnenten von Disney+ zum Werbeabo. Bei Netflix liegen sogar konkrete Nutzerzahlen vor, laut Insidern konnte der Streaming-Riese seine Abos in dieser Kategorie zuletzt von fünf auf zehn Millionen steigern. Das wiederum macht diese Dienste attraktiver für Werbekunden.
Für die meisten Anbieter auf diesem Gebiet ist Werbung von enormer Bedeutung: Denn nur die wenigsten Unternehmen operieren hier profitabel, konkret schreiben in den USA nur Netflix und Hulu schwarze Zahlen. Disney+, (NBCs) Peacock, (HBO) Max und Paramount+ vermelden nach wie vor Verluste - lukrative Werbegeschäfte und -schienen könnten das ändern.
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- Netflix, Amazon und Disney+: Die Neustarts der Woche im Überblick
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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