Keine KI-Drehbücher: Netflix & Disney wollen Hollywood-Streik beenden
Der von den Autoren- und Schauspieler-Gewerkschaften initiierte Streik in Hollywood bzw. der gesamten amerikanischen TV- und Filmindustrie hat offenbar einen Teilerfolg erzielt. Mit Netflix und Disney-Chef Bob Iger haben zwei Schwergewichte der Branche Eingeständnisse angedeutet.
In einem Dokument, das Bloomberg vorliegen soll, erklärt sich die Alliance of Motion Picture & Television Producers bereit, sicherzustellen, dass ihre Mitglieder immer menschliche Autoren für Drehbücher engagieren, statt sie durch künstliche Intelligenz zu ersetzen. Ferner wollen die Mitglieder dieses Industrieverbands auch Daten über die Nutzungsdauer der Streaming-Services an die Autoren weiterreichen, so jedenfalls eine erste Zusage.
Noch soll es diverse Details zu klären geben, da die Autoren noch eine Reihe weiterer Forderungen gestellt haben. Der Streik läuft mittlerweile seit mehr als 100 Tagen und hat für die Filmbranche in den Vereinigten Staaten auch massive Folgen. Diverse Veröffentlichungen mussten zuletzt verschoben werden. Erst gestern hieß es, dass unter anderem der Start des neuen Films "Tron: Ares" auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden müsse.
Hinter dem Entgegenkommen der Filmindustrie gegenüber den Autoren stecken aktuell offenbar vor allem Netflix und dessen Co-CEO Ted Sarandos sowie der Chef des Disney-Konzerns Bob Iger. Sie sollen sich hinter den Kulissen stark dafür einsetzen, dass die Branche eine Einigung mit den Autoren erzielen kann.
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Autorenstreik läuft schon seit Anfang Mai
Offenbar haben die Autoren und Schauspieler, von denen die amerikanische Film- und Fernsehindustrie stark abhängig ist, mit ihren seit geraumer Zeit andauernden Streiks einen ersten kleinen Erfolg eingefahren. Laut dem Wirtschaftsdienst Bloomberg haben Vertreter der großen Filmfirmen zuletzt ein Angebot vorgelegt, in dem sie den Forderungen der Streikenden durchaus entgegenkommen.In einem Dokument, das Bloomberg vorliegen soll, erklärt sich die Alliance of Motion Picture & Television Producers bereit, sicherzustellen, dass ihre Mitglieder immer menschliche Autoren für Drehbücher engagieren, statt sie durch künstliche Intelligenz zu ersetzen. Ferner wollen die Mitglieder dieses Industrieverbands auch Daten über die Nutzungsdauer der Streaming-Services an die Autoren weiterreichen, so jedenfalls eine erste Zusage.
Autoren fürchten, dass sie durch KI ersetzt werden
Im Grunde würden die Filmfirmen mit diesen Eingeständnissen zwei grundlegende Forderungen der streikenden Autoren erfüllen, da sie ihren Streik unter anderem damit begründet hatten, dass sie befürchten, durch generative KI-Systeme ersetzt zu werden. Sollte sich die US-Filmbranche tatsächlich verpflichten, auf die Verwendung von generativer KI zum Erstellen von Drehbüchern und Skripten zu verzichten, wäre dies ein großer Erfolg für die Autoren.Noch soll es diverse Details zu klären geben, da die Autoren noch eine Reihe weiterer Forderungen gestellt haben. Der Streik läuft mittlerweile seit mehr als 100 Tagen und hat für die Filmbranche in den Vereinigten Staaten auch massive Folgen. Diverse Veröffentlichungen mussten zuletzt verschoben werden. Erst gestern hieß es, dass unter anderem der Start des neuen Films "Tron: Ares" auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden müsse.
Hinter dem Entgegenkommen der Filmindustrie gegenüber den Autoren stecken aktuell offenbar vor allem Netflix und dessen Co-CEO Ted Sarandos sowie der Chef des Disney-Konzerns Bob Iger. Sie sollen sich hinter den Kulissen stark dafür einsetzen, dass die Branche eine Einigung mit den Autoren erzielen kann.
Zusammenfassung
- Streik der Autoren- und Schauspieler-Gewerkschaften in Hollywood erzielt Teilerfolg
- Netflix und Disney zeigen Bereitschaft zu Eingeständnissen
- Angebot der Filmfirmen kommt Forderungen der Streikenden entgegen
- Versprechen, menschliche Autoren für Drehbücher zu engagieren, nicht KI
- Zusage zur Weitergabe von Daten über Nutzungsdauer der Streaming-Services
- Streik läuft bereits über 100 Tage, massive Folgen für US-Filmbranche
- Netflix Co-CEO Ted Sarandos und Disney-Chef Bob Iger setzen sich für Einigung ein
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