Energie erzeugt: Durchbruch bei Laserfusion konnte wiederholt werden
Experimente müssen wiederholbar sein, um aus ihnen Erkenntnisse gewinnen zu können. In dieser Hinsicht wollen US-Wissenschaftler einen großen Erfolg vermelden können. Zum zweiten Mal ist es gelungen, einen Nettoenergiegewinn bei einer Fusionsreaktion zu erzielen.
Wie die Financial Times (FT, Paywall) auf Basis "mit der Sache vertrauter Personen" berichtet, ist es dem Labor am 30. Juli erneut gelungen, bei einer Kernfusion Energie zu gewinnen. Im Dezember hatten die Forscher einen deutlichen Nettoüberschuss erreicht, beim jüngsten Experiment soll dieser sogar noch höher liegen. Ein so großer Erfolg "nur acht Monate" nach dem letzten Durchbruch mache Hoffnung, dass sich die Forschung in diesem Bereich deutlich beschleunigt, so eine der Quellen gegenüber FT.
"Wie bei uns üblich, planen wir, diese Ergebnisse auf kommenden wissenschaftlichen Konferenzen und in von Fachleuten begutachteten Publikationen zu veröffentlichen", so die Wissenschaftler. Man darf auf jeden Fall sehr gespannt sein, wie die Ergebnisse in der weiteren wissenschaftlichen Gemeinde aufgenommen werden. Für eine kommerzielle Nutzung sind ohnehin noch unzählige Durchbrüche und Experimente nötig, auch hier ist also in den nächsten Jahrzehnten wohl keine Blaupause für ein Fusionskraftwerk zu erwarten.
Siehe auch:
Energieüberschuss bei Fusionsreaktion erneut erzielt
Durchbrüchen im Bereich der Kernfusion wird immer mit großer Skepsis begegnet, schließlich verspricht die Technologie seit den 1950er-Jahren die Welt zu revolutionieren, will sich dabei aber so gar nicht an optimistische Prognosen halten. Das Lawrence Livermore National Laboratory war im letzten Dezember deshalb sehr vorsichtig mit einer an sich spektakulären Meldung: Erstmals sei es gelungen, bei einer Fusionsreaktion einen Energieüberschuss zu erzeugen. Monate später folgt ein wichtiger weiterer Schritt: Die Wiederholung des Experiments.Wie die Financial Times (FT, Paywall) auf Basis "mit der Sache vertrauter Personen" berichtet, ist es dem Labor am 30. Juli erneut gelungen, bei einer Kernfusion Energie zu gewinnen. Im Dezember hatten die Forscher einen deutlichen Nettoüberschuss erreicht, beim jüngsten Experiment soll dieser sogar noch höher liegen. Ein so großer Erfolg "nur acht Monate" nach dem letzten Durchbruch mache Hoffnung, dass sich die Forschung in diesem Bereich deutlich beschleunigt, so eine der Quellen gegenüber FT.
"Wie bei uns üblich, planen wir, diese Ergebnisse auf kommenden wissenschaftlichen Konferenzen und in von Fachleuten begutachteten Publikationen zu veröffentlichen", so die Wissenschaftler. Man darf auf jeden Fall sehr gespannt sein, wie die Ergebnisse in der weiteren wissenschaftlichen Gemeinde aufgenommen werden. Für eine kommerzielle Nutzung sind ohnehin noch unzählige Durchbrüche und Experimente nötig, auch hier ist also in den nächsten Jahrzehnten wohl keine Blaupause für ein Fusionskraftwerk zu erwarten.
Zusammenfassung
- Nettoenergiegewinn bei Fusionsreaktion wiederholt
- Juli: höherer Energieüberschuss als im Dez.
- Ergebnisse in Fachpublikationen & Konferenzen
- Hoffnung auf Beschleunigung der Forschung
- Keine Blaupause für Fusionskraftwerk zu erwarten
Siehe auch:
- Konstruktion des größten Kernfusions-Raketentriebwerks beginnt
- Kernfusion: Deutschland soll bis 2045 ein erstes Kraftwerk haben
- ITER: Weltgrößtes Kernfusions-Experiment gerät völlig außer Kontrolle
- "Nie realistisch": Größtes Fusionsexperiment der Welt hat Probleme
- Mehr Energie raus als rein: Forscher sollen Kernfusion gemeistert haben
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