Schnell zum Kraftwerk: FDP steckt viel mehr Geld in Fusionsforschung
Während in den meisten Ministerien aufgrund der Sparvorgaben des Finanzministers schlechte Laune herrscht, steht Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) strahlend vor der Kamera. Sie kann sehr viel mehr Geld als bisher in die Kernfusionsforschung stecken.
Stark-Watzinger hatte bereits vor einiger Zeit für Irritationen bei Fachleuten gesorgt, als sie davon sprach, dass in zehn Jahren das erste Fusionskraftwerk in Deutschland Strom liefern soll. Angesichts dessen, dass die Technologie noch immer im Bereich der Grundlagenforschung steckt, wird eine solche Zielsetzung als völlig illusorisch angesehen. Derzeit lässt sich weiterhin nicht einmal mit hinreichender Sicherheit sagen, ob es in absehbarer Zeit überhaupt möglich sein wird, zumindest einen funktionierenden Prototyp zu bauen, der wenigstens einen kleinen Energieüberschuss erzeugt.
Bettina Stark-Watzinger (FDP) bekommt Wünsche erfüllt
Nun ist es grundsätzlich natürlich stets begrüßenswert, wenn die Forschung unabhängig von wirtschaftlichen Erfolgsgarantien ordentlich finanziert wird. Allerdings spricht Stark-Watzinger weiterhin davon, eine saubere, verlässliche und bezahlbare Energieversorgung zu sichern. Das birgt die Gefahr, dass realistische Optionen, eine solche Versorgung in den kommenden Jahren in großem Stil auszubauen, vernachlässigt werden - denn man hat ja ein größeres Vorhaben im Visier.
"Mit dem neuen Forschungsprogramm verfolgt das BMBF seinen Weg zu einem ersten Fusionskraftwerk konsequent weiter: Ein im Juni veröffentlichtes Positionspapier beschreibt die Rahmenbedingungen, wie ein Fusionskraftwerk Wirklichkeit werden kann. Es ist zugleich die Grundlage für das nun vorgestellte Programm", hieß es vonseiten des Ministeriums.
Siehe auch:
Ein Drittel mehr
In den Jahren 2024 bis 2028 soll nun eine Milliarde Euro für entsprechende Projekte zur Verfügung stehen. Das sind immerhin 370 Millionen Euro mehr, als bisher vorgesehen waren. "Wir wollen ein Fusionsökosystem mit der Industrie schaffen, damit ein Fusionskraftwerk in Deutschland schnellstmöglich Wirklichkeit wird", kommentierte die Ministerin die Aufstockung.Stark-Watzinger hatte bereits vor einiger Zeit für Irritationen bei Fachleuten gesorgt, als sie davon sprach, dass in zehn Jahren das erste Fusionskraftwerk in Deutschland Strom liefern soll. Angesichts dessen, dass die Technologie noch immer im Bereich der Grundlagenforschung steckt, wird eine solche Zielsetzung als völlig illusorisch angesehen. Derzeit lässt sich weiterhin nicht einmal mit hinreichender Sicherheit sagen, ob es in absehbarer Zeit überhaupt möglich sein wird, zumindest einen funktionierenden Prototyp zu bauen, der wenigstens einen kleinen Energieüberschuss erzeugt.
Bettina Stark-Watzinger (FDP) bekommt Wünsche erfüllt
Nun ist es grundsätzlich natürlich stets begrüßenswert, wenn die Forschung unabhängig von wirtschaftlichen Erfolgsgarantien ordentlich finanziert wird. Allerdings spricht Stark-Watzinger weiterhin davon, eine saubere, verlässliche und bezahlbare Energieversorgung zu sichern. Das birgt die Gefahr, dass realistische Optionen, eine solche Versorgung in den kommenden Jahren in großem Stil auszubauen, vernachlässigt werden - denn man hat ja ein größeres Vorhaben im Visier.
Laserfusion
Einen Teil der zusätzlichen Gelder will das Forschungsministerium an bereits bestehende Projekte fließen lassen. Aber auch privatwirtschaftliche Initiativen will man fördern. So habe man beispielsweise vor, über die "Agentur für Sprunginnovationen" (SPRIND) das Unternehmen Pulsed Light Technologies GmbH zu gründen, das an einer lasergetriebenen Fusion arbeiten soll, wie es bereits verschiedene Startups im Ausland tun."Mit dem neuen Forschungsprogramm verfolgt das BMBF seinen Weg zu einem ersten Fusionskraftwerk konsequent weiter: Ein im Juni veröffentlichtes Positionspapier beschreibt die Rahmenbedingungen, wie ein Fusionskraftwerk Wirklichkeit werden kann. Es ist zugleich die Grundlage für das nun vorgestellte Programm", hieß es vonseiten des Ministeriums.
Zusammenfassung
- Bundesforschungsministerin erhöht Budget für Kernfusionsforschung
- Eine Milliarde Euro für Projekte von 2024 bis 2028 vorgesehen
- Befürchtung: Vernachlässigung realistischer Energieoptionen
- Zusätzliche Gelder auch für privatwirtschaftliche Initiativen geplant
- BMBF verfolgt mit neuem Programm konsequenten Weg zum Fusionskraftwerk
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