Konstruktion des größten Kernfusions-Raketentriebwerks beginnt
Möchte die Menschheit weiter ins All vordringen, müssen neue Antriebstechniken her. Ein Hoffnungsträger: Raketentriebwerke, die Kernfusion nutzen. Doch ist diese Idee überhaupt realisierbar? Das größte jemals konstruierte Fusionstriebwerk soll das jetzt zeigen.
Pulsar Fusion will Fusionsraketen bauen (Bild: Pulsar Fusion)
James Lambert, Finanzvorstand von Pulsar Fusion, findet für die Problemstellung, vor der sein Team steht, laut Sciencealert eine anschauliche Formulierung: "Das Plasma verhält sich wie ein Wettersystem, das mit herkömmlichen Techniken unglaublich schwer vorherzusagen ist." Zusammen mit dem US-Unternehmen Princeton Satellite Systems soll jetzt sozusagen ein Vorhersagesystem entwickelt werden, das das Verhalten des Plasmas einschätzbar macht. Passend zur Wetter-Analogie setzt man auf KIs und Supercomputer, um die sprichwörtliche "Kraft der Sonne" zu bändigen.
Diese Vorarbeit soll es bis zum Jahr 2027 möglich machen, das Triebwerk, eingestuft als Direct Fusion Drive (DFD), das erste Mal zu feuern. Wenn erfolgreich, werden in der Kammer dabei mehrere Millionen Grad Temperatur erreicht, theoretisch kann der Antrieb eine Schubleistung liefern, die zukünftige Raketen auf über 800.000 Kilometer pro Stunde beschleunigt. "Wenn wir es schaffen - und wir schaffen es - dann ist der Fusionsantrieb völlig unvermeidlich. Er ist für die menschliche Erschließung des Weltraums unumgänglich", so Richard Dinan, CEO von Pulsar Fusion.
Siehe auch:
Großer Hoffnungsträger: Kernfusion als neue Antriebstechnik?
Von außen wirkt es wie die Stufe einer futuristischen Rakete, rund 8 Meter lang, im Inneren herrschen ultrahohe Temperaturen und Drücke. Ein Plasma, das in ein elektromagnetisches Feld eingeschlossen ist, wird dazu gezwungen, kontrolliert in eine Richtung zu fließen. Ein Team des Unternehmens Pulsar Fusion in Bletchley, Vereinigtes Königreich, will genau diese Idee in den nächsten Jahren Realität werden lassen. Mit dem größten Aufbau dieser Art wollen sie die Machbarkeit von Fusionstriebwerken beweisen.
Pulsar Fusion will Fusionsraketen bauen (Bild: Pulsar Fusion)
James Lambert, Finanzvorstand von Pulsar Fusion, findet für die Problemstellung, vor der sein Team steht, laut Sciencealert eine anschauliche Formulierung: "Das Plasma verhält sich wie ein Wettersystem, das mit herkömmlichen Techniken unglaublich schwer vorherzusagen ist." Zusammen mit dem US-Unternehmen Princeton Satellite Systems soll jetzt sozusagen ein Vorhersagesystem entwickelt werden, das das Verhalten des Plasmas einschätzbar macht. Passend zur Wetter-Analogie setzt man auf KIs und Supercomputer, um die sprichwörtliche "Kraft der Sonne" zu bändigen.
Diese Vorarbeit soll es bis zum Jahr 2027 möglich machen, das Triebwerk, eingestuft als Direct Fusion Drive (DFD), das erste Mal zu feuern. Wenn erfolgreich, werden in der Kammer dabei mehrere Millionen Grad Temperatur erreicht, theoretisch kann der Antrieb eine Schubleistung liefern, die zukünftige Raketen auf über 800.000 Kilometer pro Stunde beschleunigt. "Wenn wir es schaffen - und wir schaffen es - dann ist der Fusionsantrieb völlig unvermeidlich. Er ist für die menschliche Erschließung des Weltraums unumgänglich", so Richard Dinan, CEO von Pulsar Fusion.
Zusammenfassung
- Entwicklung eines Fusionstriebwerks durch Pulsar Fusion
- Kontrollierte Kernfusion als Antrieb
- Plasma verhält sich wie "Wettersystem", schwer vorherzusagen
- KI & Supercomputer sollen Verhalten des Plasmas vorhersagbar machen
- Erster Feuerversuch 2027 geplant
- 800.000 km/h theoretisch möglich
- Fusionsantrieb "unvermeidlich für Erschließung des Weltraums"
Siehe auch:
- Kernfusion: Deutschland soll bis 2045 ein erstes Kraftwerk haben
- ITER: Weltgrößtes Kernfusions-Experiment gerät völlig außer Kontrolle
- Wendelstein-Ausgründung: Deutsches Fusions-Startup nimmt Fahrt auf
- Kauf oder Fusion: ProSiebenSat.1 an Sky Deutschland interessiert
- ChatGPT-Gründer will bald auch Kernfusions-Strom an Microsoft liefern
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