Microsoft-Zahlen: Cloud wie immer hui, Windows und Hardware pfui

Microsoft-Kenner werden sicherlich nicht überrascht sein, denn dieser Trend besteht seit Jahren: Bei den nun vorgestellten Quartals­zahlen zeigt sich die hinlänglich bekannte Entwicklung, nämlich, dass traditionelle Bereiche leiden, während das Cloud-Geschäft boomt.
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Microsofts Jahresumsatz: 212 Milliarden Dollar

Der Redmonder Konzern hat gestern Abend, wie üblich nach Börsenschluss, seine aktuellen Geschäftszahlen präsentiert, es war das vierte und somit letzte Fiskalquartal - also internes geschäftliches Vierteljahr. Das Unternehmen vermeldete jedenfalls einen Umsatz von 56,2 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 20,1 Milliarden Dollar. Das bedeutet im Fall des Umsatzes ein Plus von rund acht Prozent, beim Nettogewinn betrug die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahresquartal 20 Prozent.

Zusammengerechnet kommt Microsoft im Fiskaljahr 2023 damit auf einen Umsatz von knapp 212 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von sieben Prozent, beim Nettogewinn waren es auf die vergangenen zwölf Monate gerechnet 72,4 Milliarden Dollar - letzteres ist durchaus bemerkenswert, da es sich hier um ein geringfügiges Minus von einem halben Prozentpunkt handelt.


Aber zurück zum letzten Quartal. Allzu überraschend sind hier die Zahlen im Detail nicht: Denn das Cloud-Geschäft ist bereits seit vielen Jahren die Cashcow von Microsoft und daran ändert sich auch 2023 nichts. Die Intelligent Cloud-Sparte trug 23,99 Milliarden Dollar zum Umsatz bei, das bedeutete ein Plus von 15 Prozent.

Windows und Hardware

Hart traf es - wie erwartet - wieder die Windows- und Geräte-Sparte: Der Windows-OEM-Umsatz sank um zwölf Prozent, laut Microsoft sei das "in erster Linie auf den PC-Markt zurückzuführen". Die "Devices" traf es besonders hart, denn dieser Bereich, zu dem HoloLens, PC-Zubehör und Surface-Geräte zählen, musste ein Minus von 20 Prozent vermelden.

Einen Rückgang musste auch das Konsolengeschäft erleben, der Umsatz mit Xbox-Hardware ging um 13 Prozent zurück. Hier gibt es allerdings ein signifikantes Aber, denn beim Umsatz mit Xbox-Software und -Diensten ging es um fünf Prozent hoch, damit ist die gesamte Gaming-Sparte mit einem Prozentpunkt unter dem Strich leicht im Plus.

Zusammenfassung
  • Microsoft vermeldete Umsatz von 56,2 Mrd. $ und Nettogewinn von 20,1 Mrd. $ im letzten Fiskalquartal.
  • Cloud-Geschäft boomt, Umsatz mit Intelligent Cloud-Sparte +15%.
  • Windows- und Geräte-Sparte leidet, Umsatz mit Windows-OEM -12%, "Devices" -20%.
  • Konsolengeschäft: Umsatz mit Xbox-Hardware -13%, Umsatz mit Xbox-Software +5%.
  • Gesamt-Umsatz im Fiskaljahr 2023 knapp 212 Mrd. $, Nettogewinn 72,4 Mrd. $ (-0,5%).

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