Diablo 4: Christen beschweren sich wegen "Welcome to Hell"-Plakaten
Das Action-Rollenspiel Diablo 4 ist Anfang Juni auf den Markt gekommen und das Spiel wurde von einer massiven Werbekampagne begleitet. Auf teils riesigen Plakaten war vor allem Antagonistin Lilith zu sehen, Blizzard begrüßt die Spieler in der Hölle. Doch das gefiel nicht jedem.
Es ist sicherlich eine gelungene Kampagne, da sie ins Auge sticht. Blizzard hat sogar eine ganze Kathedrale gemietet und diese komplett in Richtung Diablo 4 verändert, ein riesiges Kirchengemälde inklusive. Das ist natürlich kein Zufall, denn im Spiel geht es um den ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse.
Werbung, die einen Christen u. a. an 'Lockdowns' erinnerte
Doch die Werbekampagne hat auch die Blicke von Christen auf sich gezogen, die ganz offensichtlich keine Gamer sind (sonst wüssten sie, dass man in Diablo gegen das Böse kämpft). Denn wie Kotaku Australia berichtet, haben sich australische Christen über derartige Plakate beschwert - und dabei war vor allem das Wie ziemlich lustig.
"Die Worte 'Willkommen in der Hölle, Melbourne' als Teil der Werbung für dieses Spiel und das Bild eines Teufels sind für mich als Christ beleidigend", schreibt der Verfasser einer Beschwerde (PDF), die beim australischen Werberat einging. "Die Bilder sind auch für meine Kinder unangemessen und haben ihnen schon Albträume bereitet."
Weiter heißt es: "Das Bild wirkt auf Kinder beängstigend, da die dämonisch aussehende Figur in die Kamera starrt und so den Eindruck erweckt, dass sie den Betrachter anstarrt. Das Plakat befindet sich an einer prominenten Stelle neben einer viel befahrenen Autobahn, von der aus die Kinder einen guten Blick auf das große Plakat haben."
Die australische Werbeaufsicht konnte an den Anzeigen allerdings nichts Verwerfliches sehen und meinte, dass weder eine spezielle Religion erwähnt oder direkt respektlos behandelt noch eine Stadt direkt als "Hölle" bezeichnet wird.
Siehe auch:
Welcome to Hell
Die meisten Diablo-Spieler dürften sich einig sein, dass Blizzard mit Lilith eine Figur geschaffen hat, die nicht nur eine charismatische Bösewicht-Interpretation darstellt, sondern schlicht cool aussieht. Es ist deshalb kein Wunder, dass der Entwickler die Tochter Mephistos zum Mittelpunkt der Werbekampagne gewählt hat. Auch der Slogan ist kurz, prägnant und passend: Welcome to Hell, also "Willkommen in der Hölle".Es ist sicherlich eine gelungene Kampagne, da sie ins Auge sticht. Blizzard hat sogar eine ganze Kathedrale gemietet und diese komplett in Richtung Diablo 4 verändert, ein riesiges Kirchengemälde inklusive. Das ist natürlich kein Zufall, denn im Spiel geht es um den ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse.
Werbung, die einen Christen u. a. an 'Lockdowns' erinnerte
Doch die Werbekampagne hat auch die Blicke von Christen auf sich gezogen, die ganz offensichtlich keine Gamer sind (sonst wüssten sie, dass man in Diablo gegen das Böse kämpft). Denn wie Kotaku Australia berichtet, haben sich australische Christen über derartige Plakate beschwert - und dabei war vor allem das Wie ziemlich lustig.
"Die Worte 'Willkommen in der Hölle, Melbourne' als Teil der Werbung für dieses Spiel und das Bild eines Teufels sind für mich als Christ beleidigend", schreibt der Verfasser einer Beschwerde (PDF), die beim australischen Werberat einging. "Die Bilder sind auch für meine Kinder unangemessen und haben ihnen schon Albträume bereitet."
Weiter heißt es: "Das Bild wirkt auf Kinder beängstigend, da die dämonisch aussehende Figur in die Kamera starrt und so den Eindruck erweckt, dass sie den Betrachter anstarrt. Das Plakat befindet sich an einer prominenten Stelle neben einer viel befahrenen Autobahn, von der aus die Kinder einen guten Blick auf das große Plakat haben."
"Lockdown-Hölle"
Richtig kurios wird es aber erst, denn die Beschwerde verweist auf Covid-Maßnahmen: "Für kleine Kinder, die es sehen, ist es beängstigend, aber auch als Erwachsener weckte es Erinnerungen an die Hölle der zwei Jahre andauernden Lockdowns in Melbourne."Die australische Werbeaufsicht konnte an den Anzeigen allerdings nichts Verwerfliches sehen und meinte, dass weder eine spezielle Religion erwähnt oder direkt respektlos behandelt noch eine Stadt direkt als "Hölle" bezeichnet wird.
Zusammenfassung
- Diablo 4 erschien Anfang Juni mit großer Werbekampagne.
- Antagonistin Lilith als Mittelpunkt der Kampagne.
- Slogan "Welcome to Hell" als passender Begriff.
- Beschwerden von Christen, da Werbung beängstigend.
- Beschwerde bezieht sich auch auf Covid-Maßnahmen.
- Werbeaufsicht sieht nichts Verwerfliches.
Siehe auch:
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