EU steht kurz vor Einleitung der Kartelluntersuchung der Office-Suite
Es ist ein ewiges Tauziehen um die Verknüpfung von Teams mit dem Office-Paket. Die EU hatte seit Jahren gewarnt, Microsoft Veränderungen vorgenommen und verhandelt - ohne Erfolg. Jetzt kommt wohl das, worauf viele gewartet hatten: Eine kartellrechtliche Untersuchung.
Die Folge: Microsoft muss damit rechnen, dass in den kommenden Monaten eine offizielle EU-Kartelluntersuchung eingeleitet wird. Das Unternehmen positioniert sich hier in einer Anfrage als verhandlungsbereit, geht aber nicht weiter auf die Bedenken der Wettbewerbshüter ein. "Wir arbeiten weiterhin kooperativ mit der Kommission bei ihrer Untersuchung zusammen und sind offen für pragmatische Lösungen, die ihre Bedenken ausräumen und den Kunden dienen", so ein Sprecher laut Reuters.
Ein genauer Blick auf die Bemühungen Microsofts in den letzten Monaten zeigt, dass sich der Konzern schrittweise an Anpassungen versuchte, die klar darauf ausgerichtet waren, Signale an die Kartellbehörden der EU zu senden. So sagte der Konzern zu, Teams und Office auf Wunsch der EU vollständig zu entkoppeln. Weiterhin ist auch die tiefe Integration in Windows 11 Geschichte.
Doch in einem Punkt scheinen der Konzern und die EU keine Einigung erreichen zu können: der Preis von Office ohne integriertes Teams. Wie Reuters seine Quellen zitiert, habe die Europäische Kommission hier eine deutlich größere Preissenkung erwartet, als Microsoft bereit war anzubieten. Mit der Einleitung eines offiziellen Verfahrens beginnt für diese Geschichte also das nächste Kapitel.
Siehe auch:
Microsoft und EU ringen um Verknüpfung von Teams und Office
Die Wurzeln des Konflikts reichen auf eine Beschwerde zurück, die im Juni 2020 von Slack bei der EU eingereicht wurde. Der Vorwurf: Ausnutzung eines unlauteren Vorteils wegen der Integration von Teams in seine Office-Suite. Nach einer Befragung der Marktteilnehmer hatte die Kartellbehörde der Europäischen Kommission im letzten Jahr dann Verhandlungen mit Microsoft aufgenommen, um eine offizielle Untersuchung zu verhindern. Wie jetzt Reuters berichtet, sind die Gespräche zwischen der EU und dem Konzern aber "ins Stocken geraten".Die Folge: Microsoft muss damit rechnen, dass in den kommenden Monaten eine offizielle EU-Kartelluntersuchung eingeleitet wird. Das Unternehmen positioniert sich hier in einer Anfrage als verhandlungsbereit, geht aber nicht weiter auf die Bedenken der Wettbewerbshüter ein. "Wir arbeiten weiterhin kooperativ mit der Kommission bei ihrer Untersuchung zusammen und sind offen für pragmatische Lösungen, die ihre Bedenken ausräumen und den Kunden dienen", so ein Sprecher laut Reuters.
Ein genauer Blick auf die Bemühungen Microsofts in den letzten Monaten zeigt, dass sich der Konzern schrittweise an Anpassungen versuchte, die klar darauf ausgerichtet waren, Signale an die Kartellbehörden der EU zu senden. So sagte der Konzern zu, Teams und Office auf Wunsch der EU vollständig zu entkoppeln. Weiterhin ist auch die tiefe Integration in Windows 11 Geschichte.
Doch in einem Punkt scheinen der Konzern und die EU keine Einigung erreichen zu können: der Preis von Office ohne integriertes Teams. Wie Reuters seine Quellen zitiert, habe die Europäische Kommission hier eine deutlich größere Preissenkung erwartet, als Microsoft bereit war anzubieten. Mit der Einleitung eines offiziellen Verfahrens beginnt für diese Geschichte also das nächste Kapitel.
Zusammenfassung
- EU steht vor Untersuchung gegen Microsoft
- Slack reichte Beschwerde im Juni 2020 bei EU ein
- Microsoft versuchte Anpassungen vorzunehmen
- Untersuchung folgt auf Scheitern der Verhandlungen
- EU erwartete deutliche Preissenkung für Office ohne Teams
- Offizielles Verfahren der EU wohl in den nächsten Monaten
Siehe auch:
- Microsoft gibt animierte Hintergründe in Teams zum Testen frei
- Nach Druck: Microsoft Teams-Integration in Windows 11 ist Geschichte
- Microsoft Teams: Avatare jetzt im Videochat, VR-Räume kommen bald
- Microsoft Outlook und Teams bekommen Features für hybrides Arbeiten
- Bericht: Microsoft bietet der EU die Entkopplung von Teams & Office an
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