Foxconn-Gründer und Milliardär Gou will Präsident Taiwans werden
Wirtschaft und Politik gehen fast immer Hand in Hand und immer wieder wechseln Topmanager auch in politische Funktionen. Das könnte auch in Taiwan der Fall sein, denn der Gründer des Fertigungsgiganten Foxconn will Präsident des asiatischen Landes werden.
Heute wird das Nettovermögen von Gou auf rund sieben Milliarden Dollar geschätzt. Auch seine politischen Ambitionen sind kein Geheimnis, bereits vor vier Jahren kündigte der Foxconn-Gründer an, dass ihm die Wassergöttin Mazu mitgeteilt habe, dass er sich um die Präsidentschaft des Landes bewerben soll. Der göttliche Beistand half ihm aber wenig, denn er scheiterte bereits bei den Vorwahlen und wurde von seiner Partei - Kuomintang bzw. "Nationale Volkspartei Chinas" - nicht als Kandidat nominiert.
Nun versucht er es ein weiteres Mal: Wie CNBC berichtet, hat Gou erneut bekannt gegeben, dass er Präsident des Landes werden will. "Geben Sie mir vier Jahre, und ich verspreche Ihnen, dass ich der Straße von Taiwan 50 Jahre Frieden bringen und eine solide Grundlage für das gegenseitige Vertrauen über die Meerenge hinweg schaffen werde", sagte Gou.
Gemeint ist natürlich der große Nachbar und Verwandte China. Er warf der regierenden demokratischen Fortschrittspartei vor, das Land an den Rand eines Krieges mit China gebracht zu haben. Der 72-Jährige übte sich auch bereits in entsprechender Rhetorik und meinte: "Taiwan darf nicht zur Ukraine werden, und ich werde nicht zulassen, dass Taiwan die nächste Ukraine wird."
Dieses Mal will es Gou als unabhängiger Kandidat schaffen und muss hierfür bis 2. November 300.000 Unterschriften sammeln. Seine Chancen dafür dürften allerdings gering sein.
Siehe auch:
Terry Gou will Präsident werden - nicht zum ersten Mal
Hon Hai Precision Industry, das im Westen besser als Foxconn bekannt ist, kann man als absolute Macht auf dem Elektroniksektor bezeichnen. Denn der Auftragshersteller zählt nahezu alle IT-Größen zu seinen Kunden, allen voran Apple. Gegründet wurde das Unternehmen vor knapp 50 Jahren von Terry Gou. Anfangs stellten zehn Mitarbeiter Plastikverkleidungen für Fernseher her - heute hat das Unternehmen rund eine Million Angestellte.Heute wird das Nettovermögen von Gou auf rund sieben Milliarden Dollar geschätzt. Auch seine politischen Ambitionen sind kein Geheimnis, bereits vor vier Jahren kündigte der Foxconn-Gründer an, dass ihm die Wassergöttin Mazu mitgeteilt habe, dass er sich um die Präsidentschaft des Landes bewerben soll. Der göttliche Beistand half ihm aber wenig, denn er scheiterte bereits bei den Vorwahlen und wurde von seiner Partei - Kuomintang bzw. "Nationale Volkspartei Chinas" - nicht als Kandidat nominiert.
Nun versucht er es ein weiteres Mal: Wie CNBC berichtet, hat Gou erneut bekannt gegeben, dass er Präsident des Landes werden will. "Geben Sie mir vier Jahre, und ich verspreche Ihnen, dass ich der Straße von Taiwan 50 Jahre Frieden bringen und eine solide Grundlage für das gegenseitige Vertrauen über die Meerenge hinweg schaffen werde", sagte Gou.
Gemeint ist natürlich der große Nachbar und Verwandte China. Er warf der regierenden demokratischen Fortschrittspartei vor, das Land an den Rand eines Krieges mit China gebracht zu haben. Der 72-Jährige übte sich auch bereits in entsprechender Rhetorik und meinte: "Taiwan darf nicht zur Ukraine werden, und ich werde nicht zulassen, dass Taiwan die nächste Ukraine wird."
Dieses Mal will es Gou als unabhängiger Kandidat schaffen und muss hierfür bis 2. November 300.000 Unterschriften sammeln. Seine Chancen dafür dürften allerdings gering sein.
Zusammenfassung
- Foxconn-Gründer Terry Gou strebt Präsidentschaft in Taiwan an
- Foxconn ist ein bedeutender Auftragshersteller in der IT-Branche
- Gou's Vermögen wird auf sieben Milliarden Dollar geschätzt
- Bereits vor vier Jahren kandidierte Gou, scheiterte jedoch
- Gou verspricht 50 Jahre Frieden und Vertrauen zu China
- Kritisiert aktuelle Regierung für angespannte Beziehungen zu China
- Gou muss als unabhängiger Kandidat 300.000 Unterschriften sammeln
Siehe auch:
- TSMC: So viel teurer werden Chips aus Nicht-Taiwan-Fabriken
- Technologiediebstahl: Taiwan klagt Chefin von Apple-Vertragsfertiger an
- China fordert, Apple gehorcht: "Made in Taiwan" soll verschwinden
- Taiwan: Chip-Pionier spendet 100 Mio. Dollar zur Abwehr gegen China
- Taiwan: Stromausfall nach Kraftwerksunfall bremst Chipfertigung aus
Thema:
Foxconns Aktienkurs in Euro
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