Streik von Hollywood-Autoren könnte TV und Streaming lahmlegen
Vor 15 Jahren lähmte bereits ein monatelanger Streik von Drehbuchautoren Hollywood und letztlich das ganze US-amerikanische und globale TV-Geschäft. Nun ist es wieder so weit, denn ab heute hat die Writers Guild of America (WGA) zu einer Arbeitsniederlegung aufgerufen.
Im November 2007 hat die WGA zu einem solchen Streik aufgerufen, dieser dauerte mehrere Monate lang und wurde erst im Februar 2008 beigelegt. Rund 15 Jahre später ist es wieder so weit und auch dieses Mal könnte der Streit lange dauern - und nun nicht nur fürs Fernsehen, sondern auch die Streaming-Portale massive Folgen haben.
Die Gründe für die Arbeitsniederlegung sind teilweise gleich und teilweise stark unterschiedlich. Nicht überraschend ist, dass es damals wie heute um bessere Bezahlung geht. Die Drehbuchautoren sind zu Recht der Ansicht, dass Fernsehen so boomt wie noch nie, sie meinen aber auch, dass ihre Bezahlung seit Jahren stagniert.
Ein weiterer Grund ist die Mehrfachverwertung, die sich fundamental verändert hat: Vor Jahren wurde eine TV-Serie auf diversen Plattformen, darunter Kauf- und Verleih-DVDs, veröffentlicht, die Autoren waren daran jeweils (etwas) beteiligt. Plattformen wie Netflix haben das geändert, da eine Exklusivproduktion den Streamingdienst in der Regel nie verlässt.
Schließlich beklagen die Autoren auch die immer populärer werdenden sogenannten "Minirooms", das sind unterschiedliche Arten der Zusammenarbeit von Drehbuchautoren, die dort aber schlechter bezahlt werden.
Die WGA fordert außerdem eine klare und strenge Regulierung von KIs. In Bezug auf künstliche Intelligenzen soll verhindert werden, dass diese Technologie zur Generierung von Inhalten oder zum Umschreiben von früheren Texten und Drehbüchern verwendet wird.
Wie die New York Times berichtet, sind an dem Streik rund 11.500 Drehbuchautoren beteiligt. Bestreikt werden dieses Mal nicht nur die großen Hollywood-Studios, sondern Newcomer wie Netflix, Amazon und Apple.
Siehe auch:
Die Gründe für die Arbeitsniederlegung sind teilweise gleich und teilweise stark unterschiedlich. Nicht überraschend ist, dass es damals wie heute um bessere Bezahlung geht. Die Drehbuchautoren sind zu Recht der Ansicht, dass Fernsehen so boomt wie noch nie, sie meinen aber auch, dass ihre Bezahlung seit Jahren stagniert.
Streaming hat das Geschäft verändert
Das liegt daran, dass der Boom, der auch Peak TV genannt wird, mit Streaming zusammenhängt. Denn in den linearen Zeiten des Fernsehens konnte ein Autor an bis zu rund 20 Episoden mitarbeiten, die Streaming-Ära hat eine Reduktion auf acht bis zwölf Folgen mit sich gebracht. Laut WGA ist damit auch der durchschnittliche Wochenverdienst für Autoren heruntergegangen.Ein weiterer Grund ist die Mehrfachverwertung, die sich fundamental verändert hat: Vor Jahren wurde eine TV-Serie auf diversen Plattformen, darunter Kauf- und Verleih-DVDs, veröffentlicht, die Autoren waren daran jeweils (etwas) beteiligt. Plattformen wie Netflix haben das geändert, da eine Exklusivproduktion den Streamingdienst in der Regel nie verlässt.
Schließlich beklagen die Autoren auch die immer populärer werdenden sogenannten "Minirooms", das sind unterschiedliche Arten der Zusammenarbeit von Drehbuchautoren, die dort aber schlechter bezahlt werden.
Die WGA fordert außerdem eine klare und strenge Regulierung von KIs. In Bezug auf künstliche Intelligenzen soll verhindert werden, dass diese Technologie zur Generierung von Inhalten oder zum Umschreiben von früheren Texten und Drehbüchern verwendet wird.
Wie die New York Times berichtet, sind an dem Streik rund 11.500 Drehbuchautoren beteiligt. Bestreikt werden dieses Mal nicht nur die großen Hollywood-Studios, sondern Newcomer wie Netflix, Amazon und Apple.
Zusammenfassung
- WGA ruft zu Streik auf: Autoren fordern bessere Bezahlung & Regulierung von KIs.
- Grund: Streaming boomt & Stagnation der Bezahlung seit Jahren.
- Folgen: Reduktion von Episoden & Mehrfachverwertung, schlechtere Bezahlung.
- Beteiligt: 11.500 Drehbuchautoren.
- Vergangenheit: Streik vor 15 Jahren dauerte mehrere Monate.
Siehe auch:
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