KI-Interview: Familie von Michael Schumacher verklagt Klatschblatt
Vor kurzem sorgte Die Aktuelle für Aufregung. Denn die Boulevardzeitschrift nutzte einen Chatbot, um ein "Interview" mit Michael Schumacher zu führen. Das stand zwar quasi im Kleingedruckten, man suggerierte aber, dass Schuhmacher selbst gesprochen hat. Das hat nun Folgen.
Titelseite zum Fake-Interview
Michael Schumacher ist seit fast zehn Jahren aus der Öffentlichkeit verschwunden, das hat mit dem tragischen Skiunfall zu tun, bei dem der siebenfache Formel-1-Weltmeister Ende Dezember 2013 ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Das hindert Boulevard- und Schundblätter aber nicht daran, den Rennfahrer immer wieder auf die Titelseite zu bringen.
Echte Informationen gibt es allerdings selten bis nie. Denn zum einen hat die Familie Schumacher ihr Anwesen und damit auch den Verunglückten abgeschirmt, zum anderen besteht mit weiten Teilen der Presse eine unausgesprochene Vereinbarung, die Privatsphäre zu respektieren.
Doch das bedeutet nicht, dass alle Medien und Schundblätter sowie ihre Macher plötzlich ein Gewissen entwickelt haben. Das zeigt der Fall Die Aktuelle. Das Boulevardblatt hat nämlich einem Chatbot, der als Schumacher auftritt, Fragen gestellt und die Antworten als sensationelles "erstes Interview" mit dem Star präsentiert - wir berichteten.
Die Empörung der Medien und Öffentlichkeit war enorm und das zu Recht. Denn die Art der Präsentation war skrupellos und perfide, Die Aktuelle warf jede Scham über Bord (wenn man je eine hatte), um Exemplare ihres Blattes zu verkaufen und Geld zu verdienen.
Siehe auch:
Titelseite zum Fake-Interview
Michael Schumacher ist seit fast zehn Jahren aus der Öffentlichkeit verschwunden, das hat mit dem tragischen Skiunfall zu tun, bei dem der siebenfache Formel-1-Weltmeister Ende Dezember 2013 ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Das hindert Boulevard- und Schundblätter aber nicht daran, den Rennfahrer immer wieder auf die Titelseite zu bringen.
Echte Informationen gibt es allerdings selten bis nie. Denn zum einen hat die Familie Schumacher ihr Anwesen und damit auch den Verunglückten abgeschirmt, zum anderen besteht mit weiten Teilen der Presse eine unausgesprochene Vereinbarung, die Privatsphäre zu respektieren.
Doch das bedeutet nicht, dass alle Medien und Schundblätter sowie ihre Macher plötzlich ein Gewissen entwickelt haben. Das zeigt der Fall Die Aktuelle. Das Boulevardblatt hat nämlich einem Chatbot, der als Schumacher auftritt, Fragen gestellt und die Antworten als sensationelles "erstes Interview" mit dem Star präsentiert - wir berichteten.
Die Empörung der Medien und Öffentlichkeit war enorm und das zu Recht. Denn die Art der Präsentation war skrupellos und perfide, Die Aktuelle warf jede Scham über Bord (wenn man je eine hatte), um Exemplare ihres Blattes zu verkaufen und Geld zu verdienen.
Schumachers klagen
Doch dieses Geld könnte demnächst wieder weg sein, und zwar hoffentlich. Denn wie das Medienmagazin Übermedien berichtet, hat die Familie Schumacher rechtliche Schritte gegen die Funke-Mediengruppe angekündigt. "Die Familie von Michael Schumacher geht juristisch gegen 'Die Aktuelle' vor. Das hat uns Schumachers Management bestätigt. Das Blatt hatte KI-Antworten als 'Das erste Interview!' mit Schumacher verkauft", schreibt Übermedien auf Twitter. Man kann den Schumachers hier nur viel Glück wünschen und deshalb hoffen wir inständig, dass Die Aktuelle in Grund und Boden geklagt wird.
Zusammenfassung
- Die Aktuelle präsentierte gefaktes "Interview" mit Michael Schumacher.
- Michael Schumacher ist seit fast zehn Jahren aus der Öffentlichkeit verschwunden.
- Die Familie Schumacher hat rechtliche Schritte gegen Die Aktuelle angekündigt.
- Die Aktuelle hatte die KI-Antworten als "Das erste Interview" verkauft.
- Die Art der Präsentation war skrupellos und perfide.
Siehe auch:
- Windows 11 Beta-Update: Der neue Bing-Chatbot-Button hat Probleme
- Suche per KI-Chatbot: Google-Chef Pichai bläst offiziell zur Jagd auf Bing
- Microsoft SwiftKey-Tastatur: Bing-Chatbot mit KI hilft beim Schreiben
- Google Bard: KI-Chatbot steigt auf komplexeres Sprachmodell um
- Datensammelnder Chatbot: Italien verbietet ChatGPT, Geldstrafe droht
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