Neuer Anlauf für Desertec:
Europa will Solarstrom aus Nordafrika
Die neu entfachte Diskussion um die Energieversorgung Europas und auch die Verbesserung der nötigen Technologien lässt eine alte Idee wieder aufleben: Die Lieferung von Strom aus den Wüstenregionen Nordafrikas über das Mittelmeer.
Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs erwägen bereits, massive nordafrikanische Solarprojekte an Unterseekabel anzuschließen, mit denen dann Strom nach Europa transportiert werden kann. Neu ist die Idee nicht. Unter dem Namen Desertec gab es bereits entsprechende Anläufe, die bisher aus verschiedenen Gründen aber nur relativ schleppend vorankamen.
Jetzt allerdings ist der Bedarf an Importlösungen für Strom aus erneuerbaren Quellen deutlich gestiegen und das Vorhaben kann wieder neues Interesse aus der Politik auf sich ziehen. Das geht aus einem Bericht der Washington Post hervor. Die Projekte zur Energiegewinnung würden sich die klimatische Besonderheit zunutze machen, dass die nördliche Seite des Mittelmeers viel trüber und bewölkter ist als die andere, obwohl Europa und Nordafrika geografisch nahe beieinanderliegen. Hinzu kommt, dass es in Nordafrika große freie Flächen in Wüstenregionen gibt, während in Europa nahezu alles an Freiland landwirtschaftlich genutzt wird.
Die Übertragung der Energie ist dabei kaum noch ein Problem. So hat China bereits vorgemacht, wie sich große Mengen Solarstrom aus der Wüste Gobi über tausende Kilometer mit geringen Verlusten in die Industriezentren transportieren lassen. der Strom wird dabei mit Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) geschickt.
Siehe auch:
Jetzt allerdings ist der Bedarf an Importlösungen für Strom aus erneuerbaren Quellen deutlich gestiegen und das Vorhaben kann wieder neues Interesse aus der Politik auf sich ziehen. Das geht aus einem Bericht der Washington Post hervor. Die Projekte zur Energiegewinnung würden sich die klimatische Besonderheit zunutze machen, dass die nördliche Seite des Mittelmeers viel trüber und bewölkter ist als die andere, obwohl Europa und Nordafrika geografisch nahe beieinanderliegen. Hinzu kommt, dass es in Nordafrika große freie Flächen in Wüstenregionen gibt, während in Europa nahezu alles an Freiland landwirtschaftlich genutzt wird.
Technisch machbar
Großes Interesse an entsprechenden Energiekooperationen gibt es in Marokko. Von dort laufen auch schon verschiedene Kabel durch die Straße von Gibraltar nach Spanien. Darauf aufbauend könnten weitergehende Projekte folgen, die für beide Seiten Vorteile hätten: Europa könnte eine ökologische Stromquelle erschließen, während man in Nordafrika wirtschaftliche Stärkung aus den neuen Beziehungen in Richtung Norden ziehen könnte.Die Übertragung der Energie ist dabei kaum noch ein Problem. So hat China bereits vorgemacht, wie sich große Mengen Solarstrom aus der Wüste Gobi über tausende Kilometer mit geringen Verlusten in die Industriezentren transportieren lassen. der Strom wird dabei mit Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) geschickt.
Siehe auch:
Zusammenfassung
- Erneut Interesse an Projekt Desertec: Strom aus Nordafrika nach Europa.
- Für Europa ökologischer Strom, Nordafrika wirtschaftliche Stärkung.
- Ermöglicht durch Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung.
- Beispiel China: Solarstrom aus Wüste Gobi über tausende Kilometer.
- Verschiedene Kabel kommen schon aus Marokko nach Spanien.
- Viele Wüstenflächen zur Nutzung in Nordafrika.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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