Doppelmoral bei Microsoft: Wer Bing für KI-Training nutzt, wird bestraft
Microsoft und sein Partner OpenAI nutzen online verfügbare Informationen, um die Künstliche Intelligenz hinter ChatGPT und damit auch dem Bing-Chatbot mit Milliarden Datensätzen zu "trainieren". Wer ähnliches mit dem Suchindex von Bing vorhat, muss hingegen mit Strafen rechnen.
Der Softwarekonzern Microsoft hat mehreren Kunden gedroht, die den Suchindex seiner Suchmaschine Bing lizenziert haben. Man will den Zugriff auf Daten der Internet-Suchmaschine für Dritte streichen, wenn diese versuchen, die Daten für das Training eigener KI-Systeme zu verwenden. Dies berichtet der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Quellen.
Nach Einschätzung von Microsoft gilt die Verwendung des Bing-Suchindizes für das KI-Training als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen, die man im Rahmen der Lizenzierung der Daten vorgibt. Der Konzern behält sich deshalb vor, die jeweiligen Verträge für die Weitergabe von Bing-Daten an Dritte gegebenenfalls zu kündigen.
In einer Stellungnahme von Microsoft bestätigte das Unternehmen, dass man mit Lizenznehmern in Kontakt steht, die möglicherweise durch die Nutzung der Bing-Daten gegen die bestehenden Verträge verstoßen könnten. Bing ist der einzige größere Suchmaschinenanbieter, der seine Daten an Dritte lizenziert. Sollten die Verträge mit den kleineren Betreibern derartiger Angebote gekündigt werden, hätten Anbieter wie DuckDuckGo oder Yahoo keine Möglichkeit, andere Quellen zu erschließen, heißt es.
Microsofts Vorgehen ist insofern fragwürdig, weil der Konzern den Bing-Bot ohne Zustimmung der jeweiligen Anbieter von Online-Inhalten mit Daten füttern lässt. OpenAI, das Startup hinter dem KI-Bot, wird seit Langem dafür kritisiert, dass man ungefragt Daten von Dritten verwendet, um die KI-Modelle von ChatGPT und GPT selbst zu trainieren.
Siehe auch:
Bing-Bot mit GPT-Basis sorgt für Nachahmer
Normalerweise lizenziert Microsoft die Daten des Suchindex von Bing an Dritte, damit diese die Informationen über ihre eigenen Angebote zugänglich machen können. Allerdings dürfen diese Daten nicht dafür verwendet werden, die nach dem Start des Chatbots von Bing in immer größerer Zahl auftauchenden KI-Bots anderer Suchmaschinen mit Daten zu füttern.Nach Einschätzung von Microsoft gilt die Verwendung des Bing-Suchindizes für das KI-Training als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen, die man im Rahmen der Lizenzierung der Daten vorgibt. Der Konzern behält sich deshalb vor, die jeweiligen Verträge für die Weitergabe von Bing-Daten an Dritte gegebenenfalls zu kündigen.
In einer Stellungnahme von Microsoft bestätigte das Unternehmen, dass man mit Lizenznehmern in Kontakt steht, die möglicherweise durch die Nutzung der Bing-Daten gegen die bestehenden Verträge verstoßen könnten. Bing ist der einzige größere Suchmaschinenanbieter, der seine Daten an Dritte lizenziert. Sollten die Verträge mit den kleineren Betreibern derartiger Angebote gekündigt werden, hätten Anbieter wie DuckDuckGo oder Yahoo keine Möglichkeit, andere Quellen zu erschließen, heißt es.
Microsofts Vorgehen ist insofern fragwürdig, weil der Konzern den Bing-Bot ohne Zustimmung der jeweiligen Anbieter von Online-Inhalten mit Daten füttern lässt. OpenAI, das Startup hinter dem KI-Bot, wird seit Langem dafür kritisiert, dass man ungefragt Daten von Dritten verwendet, um die KI-Modelle von ChatGPT und GPT selbst zu trainieren.
Zusammenfassung
- Kündigung von MS, wenn Bing-Suchindex für KI-Training verwendet wird.
- Microsoft lizenziert Daten an Dritte.
- Kündigung der Verträge bei Verstößen gegen Nutzungsbedingungen.
- Microsofts Vorgehen beim KI-Training des Bing-Bots kritisiert.
- OpenAI wird für ungefragtes Verwenden von Drittdaten kritisiert.
Siehe auch:
- KI sei Dank: Microsoft Bing knöpft Google erstmals Marktanteile ab
- Chatbots Bard und Bing sind eine "Shitshow" der Fehlinformation
- Bing Image Creator: Microsofts Suche beherrscht nun auch KI-Bilder
- Bing mit GPT-4 Chatbot: Microsoft gewährt Zugang ohne Warteliste
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