Stalker 2: Ukrainische Entwickler werden aus Russland erpresst

Die Entwickler des Ego-Shooters Stalker 2 haben es mit einer immer komplizierter werdenden Situation zu tun. Nicht nur, dass ihr Heimatland Ukraine vom russischen Nachbarn angegriffen wird, man wurde von dort auch gehackt und erpresst.
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Stalker 2 ist wahrscheinlich das am sehnlichsten erwartete Release des Jahres - zumindest im eigenen Genre. Immerhin zogen sich die Entwicklungsarbeiten viele Jahre hin. Die ursprüngliche Ankündigung gab es bereits 2018, dann aber kamen die Coronapandemie und seit einem Jahr der massive Angriff Russlands, der auch eine Reihe von Programmierern und anderen Mitarbeitern in den Front-Einsatz zog. Trotzdem will man beim Studio GSC Game World auf jeden Fall fertig werden.


Nun ist die Spielefirma auch noch gehackt worden. Dafür war nach den vorliegenden Erkenntnissen eine aus Russland stammende Gruppe namens "Vestnik TSS" verantwortlich. Diese hat nach eigenen Angaben Dutzende Gigabyte Daten aus der Stalker-Entwicklung erbeutet und droht nun damit, diese öffentlich ins Netz zu stellen, wenn das Studio den Forderungen nicht nachkommt. Es soll sich hier unter anderem um die komplette Geschichte, Zwischensequenzen, Konzeptzeichnungen und globale Karten handeln.

Forderungen deuten auf Fans hin

Die Angreifer scheinen selbst auf das Spiel gespannt zu sein. Denn in den Forderungen geht es vor allem darum, dass GSC Game World den Titel doch auch offiziell in Russland und Belarus inklusive der vorgesehenen Lokalisierungen auf den Markt bringt. Das war ursprünglich eigentlich auch geplant, nach dem russischen Überfall nahmen die ukrainischen Entwickler davon aber Abstand.

Das Spielestudio selbst räumte ein, dass tatsächlich Daten erbeutet wurden. Allerdings sprach man seitens des Unternehmens von "veralteten und unfertigen Materialien". Wer sich für das Spiel interessiert, sollte diese besser ignorieren, um sich seine Vorfreude auf den offiziellen Release nicht zu vermiesen. Das dürfte ein Hinweis darauf sein, dass man nicht vorhat, sich auf die Forderungen der Angreifer einzulassen.

Zusammenfassung
  • GSC Game World entwickelt Stalker 2, das sehnlichst erwartete Release des Jahres.
  • Entwicklung erschwert durch Angriff Russlands und Coronapandemie.
  • Daten aus Entwicklung erbeutet, Erpressung durch "Vestnik TSS".
  • Erpresser verlangen Veröffentlichung des Spiels in Russland/Belarus.
  • Daten erbeutet, aber nur veraltete & unfertige Materialien.
  • Studio GSC Game World will Forderungen der Erpresser nicht nachkommen.
  • Spieler sollen für Vorfreude erbeutete Materialien ignorieren.

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