Vulkan-Files: Whistleblower stellt Russlands Staats-Hacker bloß
Russland ist auf vielfältige Weise an Angriffen auf IT-Infrastrukturen und Meinungsmanipulationen in Online-Medien aktiv. Laut eines Whistleblowers spielt dabei das Unternehmen NTC Vulkan eine zentrale Rolle.
Bereits kurz nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor über einem Jahr hat die Person sich entschieden, Informationen über die Aktivitäten der russischen Hacker weiterzugeben. Einerseits zum Schutz ihrer Sicherheit und auch aufgrund der Menge des gelieferten Materials und der nachfolgenden Recherchen dauerte es bis jetzt, dass die an der Auswertung beteiligten Journalisten an die Öffentlichkeit gingen. Immerhin lieferte der Whistleblower tausende Seiten an Informationen über die Cyberwar-Aktivitäten Russlands.
Die geleakten Informationen wurden zuerst an die Süddeutsche Zeitung übermittelt. Aufgrund des Umfangs der Aufgabe, die sich hier ergab, wurden nach und nach auch andere Redaktionen aus verschiedenen Ländern hinzugezogen. Letztlich arbeiteten Der Spiegel, The Guardian, die Washington Post, Le Monde und andere an der Sache mit - insgesamt elf Medien aus acht Ländern.
NTC Vulkan entwickelte beispielsweise verschiedene Werkzeuge, mit denen sich Angriffe auf Ziele im Internet durchführen lassen, aber auch zur Filterung des Datenverkehrs trägt das Unternehmen bei. Weiterhin gehören auch die Verbreitung von Propaganda und Desinformationen auf verschiedenen Kanälen zum Arbeitsumfang der Firma, die eng mit verschiedenen russischen Geheimdiensten zusammenarbeitet.
Die Recherchen zeigten unter anderem, dass NTC Vulkan wohl mit der Gruppe "Cozy Bear" in Verbindung steht - diesen Verdacht hatten auch Google-Sicherheitsexperten bereits geäußert. Cozy Bear gehört zu den aktivsten und erfolgreichsten Hacking-Gruppen der letzten Jahre, der es bereits gelang, in zahlreiche Unternehmen und Behörden - und auch das US-Verteidigungsministerium einzudringen.
Siehe auch:
Danke für den News-Tipp an wertzuiop123.
Die geleakten Informationen wurden zuerst an die Süddeutsche Zeitung übermittelt. Aufgrund des Umfangs der Aufgabe, die sich hier ergab, wurden nach und nach auch andere Redaktionen aus verschiedenen Ländern hinzugezogen. Letztlich arbeiteten Der Spiegel, The Guardian, die Washington Post, Le Monde und andere an der Sache mit - insgesamt elf Medien aus acht Ländern.
Verbindung zu Cozy Bear
Zu den ausgewerteten Unterlagen gehörten dem Vernehmen nach Planungsdokumente verschiedener Projekte, Software-Dokumentationen von Spionage- und Angriffs-Tools, interne Kommunikation und auch Buchhaltungs-Daten NTC Vulkans. Daraus ergab sich letztlich ein recht umfassendes Bild dessen, was die russische Cyber-Kriegsführung zu leisten imstande ist und welche Aktivitäten durchgeführt werden.NTC Vulkan entwickelte beispielsweise verschiedene Werkzeuge, mit denen sich Angriffe auf Ziele im Internet durchführen lassen, aber auch zur Filterung des Datenverkehrs trägt das Unternehmen bei. Weiterhin gehören auch die Verbreitung von Propaganda und Desinformationen auf verschiedenen Kanälen zum Arbeitsumfang der Firma, die eng mit verschiedenen russischen Geheimdiensten zusammenarbeitet.
Die Recherchen zeigten unter anderem, dass NTC Vulkan wohl mit der Gruppe "Cozy Bear" in Verbindung steht - diesen Verdacht hatten auch Google-Sicherheitsexperten bereits geäußert. Cozy Bear gehört zu den aktivsten und erfolgreichsten Hacking-Gruppen der letzten Jahre, der es bereits gelang, in zahlreiche Unternehmen und Behörden - und auch das US-Verteidigungsministerium einzudringen.
Zusammenfassung
- Whistleblower liefert Informationen über russische Cyberwar-Aktivitäten
- Elf Medien aus acht Ländern untersuchen die Daten
- NTC Vulkan entwickelt Werkzeuge für Angriffe und Filterung des Datenverkehrs
- Verbreitung von Propaganda und Desinformation
- Verbindung zu Gruppe "Cozy Bear"
- Cozy Bear erfolgreich in zahlreiche Unternehmen und Behörden eingedrungen
- US-Verteidigungsministerium ebenfalls betroffen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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