Nicht gebraucht oder gesprengt:
Geldautomaten werden immer weniger
Auch wenn man in manchen Großstadtregionen einen anderen Eindruck bekommen könnte: Die Zahl der Geldautomaten geht in Deutschland immer weiter zurück. Das liegt an einem geringeren Bedarf, aber auch an einer wachsenden Zahl von Sprengungen, die hohe Schäden verursachen.
In den vergangenen Jahren haben allein die Volks- und Raiffeisenbanken rund 1.800 Standorte bundesweit aufgegeben, was einem Rückgang um rund zehn Prozent entspricht. Nach Angaben des Verbandes BVR, in dem diese Banken zusammengeschlossen sind, werden derzeit noch 15.520 Stück betrieben. Mit einiger Wahrscheinlichkeit dürfte der Rückbau in der kommenden Zeit aber weitergehen.
Bei den Sparkassen sieht es kaum anders aus, wie aus einem Bericht des Handelsblatts hervorgeht. Für diese liegen bisher nur Daten bis zum Jahr 2021 vor - da aber wurden bundesweit 1.034 Automaten-Standorte abgebaut. Insgesamt gab es somit bundesweit zum Jahresbeginn 2022 noch 21.582 Sparkassen-Geldautomaten, inzwischen dürften es auch hier weniger sein.
Auf der anderen Seite treiben immer häufigere Versuche Krimineller, mit Sprengungen an den Inhalt des Automaten zu kommen, die Betriebskosten nach oben. Im letzten Jahr wurden fast 500 Fälle registriert, bei denen versucht wurde, das System mit Sprengstoff zu öffnen. In diesem, gerade erst begonnenen Jahr, haben die Landeskriminalämter schon 70 Taten verbucht.
Das Thema hat inzwischen die politische Ebene erreicht. Hier wird geprüft, ob man mit veränderten gesetzlichen Regelungen einen besseren Schutz der Geldautomaten herbeiführen kann. Angestoßen wurde das wahrscheinlich von Notizen der Bundesbank, die bei einer weiter sinkenden Zahl an Geldautomaten die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld in Gefahr sieht.
Siehe auch:
Bei den Sparkassen sieht es kaum anders aus, wie aus einem Bericht des Handelsblatts hervorgeht. Für diese liegen bisher nur Daten bis zum Jahr 2021 vor - da aber wurden bundesweit 1.034 Automaten-Standorte abgebaut. Insgesamt gab es somit bundesweit zum Jahresbeginn 2022 noch 21.582 Sparkassen-Geldautomaten, inzwischen dürften es auch hier weniger sein.
Betrieb zu teuer
Einer der Gründe für den Rückgang ist der sinkende Bedarf an Bargeld. Insbesondere die Coronapandemie hat der bargeldlosen Zahlung in Deutschland noch einmal einen ordentlichen Schub verpasst. Entsprechend sehen die Betreiber in manchen Fällen die Kosten für den Weiterbetrieb eines Geldautomaten als kaum noch zu rechtfertigen an.Auf der anderen Seite treiben immer häufigere Versuche Krimineller, mit Sprengungen an den Inhalt des Automaten zu kommen, die Betriebskosten nach oben. Im letzten Jahr wurden fast 500 Fälle registriert, bei denen versucht wurde, das System mit Sprengstoff zu öffnen. In diesem, gerade erst begonnenen Jahr, haben die Landeskriminalämter schon 70 Taten verbucht.
Das Thema hat inzwischen die politische Ebene erreicht. Hier wird geprüft, ob man mit veränderten gesetzlichen Regelungen einen besseren Schutz der Geldautomaten herbeiführen kann. Angestoßen wurde das wahrscheinlich von Notizen der Bundesbank, die bei einer weiter sinkenden Zahl an Geldautomaten die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld in Gefahr sieht.
Zusammenfassung
- Geldautomaten-Zahl sinkt: Banken haben mehr als 2800 Standorte aufgegeben
- Geringerer Bedarf an Bargeld, Sprengungen, hohe Schäden.
- Coronapandemie hat bargeldlose Zahlungen gefördert.
- Kosten für Weiterbetrieb oft nicht mehr zu rechtfertigen.
- Bundesbank sieht flächendeckende Versorgung mit Bargeld gefährdet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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