Nichts gelernt: Tesla baut in Grünheide ohne Genehmigung

Tesla hat in der Gigafactory Grünheide mit einem großen Hydraulikhammer mehr als 100 Betonpfeiler in den Boden gerammt. Wie sich herausstellt, fehlt dem Unternehmen die Genehmigung für diese Arbeiten im Wasserschutzgebiet - die Behörde hat die Arbeiten daher gestoppt.
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Das geht aus einem Bericht der Märkischen Oderzeitung hervor (Beitrag hinter der Paywall). Die Zeitung ließ sich die Bauarbeiten und den Stopp durch die zuständige Behörde bestätigen. Wie es heißt, soll Tesla seine ursprünglichen Pläne für einen Parkplatz vor der Gigafactory Grünheide geändert haben, ohne das mitzuteilen.

Eigentlich sollte ein einfacher Parkplatz entstehen, doch nun hat man über 100 mehrere Meter lange Betonpfeiler für einen überdachten Parkplatz mit schwerem Gerät in die Erde gerammt. Infografik: Teslas Gigafactory bei BerlinTeslas Gigafactory bei Berlin Die zuständige Behörde bestätigte der Märkischen Oderzeitung, dass Tesla, ohne eine Genehmigung zu beantragen, in dieser Woche mit den Arbeiten für die Überdachung begonnen habe. "Nach den uns vorliegenden Informationen soll ein 'Solar Canopy' entstehen, also eine Überdachung des Parkplatzes mit Photovoltaik-Modulen", erklärte der Pressesprecher des Landkreises Oder-Spree.

Ursprünglicher Bauantrag sah nur versiegelte Fläche vor

Tesla hätte dabei wissen müssen, dass bei einer solchen Baumaßnahme im Wasserschutzgebiet Grünheide ein gesondertes Verfahren nötig sei. Beantragt hatte Tesla aber nur den Bau eines einfachen Parkplatzes mit versiegelten Flächen am Hauptportal der Gigafactory.

Nach den ersten Untersuchungen sei nicht mit Auswirkungen für das Grundwasser zu rechnen. "Aufgrund der geringen Einbringungstiefe der Pfähle gehen wir aber nicht von einer akuten Gefährdung des Grundwassers aus", hieß es in einer Stellungnahme des Landkreises. Der Bau ohne Genehmigung wird auch deshalb so kritisch gesehen, da es von Anfang an viel Diskussion um nötige Betonpfeiler beim Bau der Gi­ga­fac­to­ry gab. Aufgrund der Begebenheiten vor Ort mussten spezielle Konzepte zum Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen eingehalten werden.

Inwiefern sich Tesla jetzt beim Bau seines Solar-überdachten Parkplatzes darüber hinweggesetzt hat, ist noch unklar. Tesla muss sich nun zunächst in eine Stellungnahme an den Landkreis erklären. In der Zwischenzeit ist der Bau gestoppt und die Untersuchungen vor Ort laufen.

Zusammenfassung
  • Tesla hat in Wasserschutzgebiet Betonpfeiler eingebracht.
  • Ursprüngliche Pläne sahen einfachen Parkplatz vor.
  • Jetzt soll Solar-überdachter Parkplatz entstehen.
  • Untersuchung meint, keine Gefährdung des Grundwassers.
  • Tesla muss sich nun erklären, Bau gestoppt.
  • Konzepte zum Schutz des Grundwassers müssen eingehalten werden.

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