Tesla-Mitgründer schimpft über Autopilot, Elon Musk und dessen Stil
Elon Musk wird gerne als Tesla-Mitgründer bezeichnet, doch das ist falsch. Denn der 51-Jährige mag zwar der Chef sein, aufgebaut und gegründet haben den Autobauer aber andere, darunter Martin Eberhard. Dieser hat sich nun überaus kritisch zum Tesla von heute geäußert.
Tesla Motors wurde 2003 gegründet, allerdings hatte Elon Musk damit nichts zu tun. Denn der heutige Mehrheitsbesitzer und CEO stieß erst etwa ein Jahr später zum heute weltgrößten Elektroautobauer, er investierte 2004 mehrere Millionen Dollar und übernahm später auch eine immer größere Rolle im Unternehmen. Gegründet wurde Tesla aber gemeinsam von Marc Tarpenning und Martin Eberhard. Letzterer fungierte bis 2007 bzw. 2008 als CEO, wurde aber von Elon Musk aus dem Unternehmen gedrängt.
Eberhard hat nun gegenüber Insider ein Interview gegeben und durchaus zugegeben, anfangs auch einige Fehler gemacht zu haben - im Rückblick sei das fast immer der Fall: "Aber ich denke, im Großen und Ganzen haben wir es richtig gemacht. Und der Beweis dafür ist, dass wir zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein Automobilunternehmen erfolgreich aufgebaut haben."
Der Tesla-Co-Vater stellte sich dabei selbst die Frage, ob er aus heutiger Sicht das Geld von Musk genommen hätte, beantwortet sie aber auch gleich: "Ich habe nicht viel anderes Geld auf dem Tisch gesehen, wissen Sie." Sehr wohl hätte er aber spätere andere Entscheidungen als Musk getroffen, meint Eberhard, vor allem in Bezug auf den Kauf von SolarCity.
Vor allem aber hätte er daran gearbeitet, eine positivere Arbeitskultur bei Tesla zu schaffen: "Ich bin der Meinung, dass man Mitarbeiter mit Respekt behandeln sollte, und ich halte nichts von willkürlichen Entlassungen und ähnlichen Dingen. Vielleicht wäre also die Kultur innerhalb des Unternehmens etwas netter gewesen."
Sein Verhältnis zu Musk ist heute erwartungsgemäß nicht das beste: "Ehrlich gesagt, habe ich Elon Musk in meinem Newsfeed blockiert - ich muss nicht noch mehr über ihn lesen. Es bereitet mir einfach Verdauungsprobleme, das zu lesen. Was passiert, ist, dass Musk irgendeine wilde Behauptung auf Twitter aufstellt und plötzlich wollen ein paar Reporter mit mir reden. So erfahre ich davon."
Das Verhältnis zwischen den beiden ist schon lange zerrüttet, Eberhard hat Musk 2009 auf Verleumdung verklagt, und zwar nachdem dieser begonnen hat, sich selbst Tesla-Gründer zu nennen. Diese Sache wurde außergerichtlich beigelegt, allerdings wurde auch vereinbart, dass sich Musk und zwei andere Tesla-Manager - JB Straubel und Ian Wright - ebenfalls als Mitgründer bezeichnen dürfen.
Schließlich meint er auch, dass es all diesen "Autopilot-Mist" nicht gegeben habe als er Tesla-CEO war: "Ich hatte nicht das Budget für ein anständiges Infotainment-System im Auto, geschweige denn für etwas wie Autopilot."
Siehe auch:
Eberhard hat nun gegenüber Insider ein Interview gegeben und durchaus zugegeben, anfangs auch einige Fehler gemacht zu haben - im Rückblick sei das fast immer der Fall: "Aber ich denke, im Großen und Ganzen haben wir es richtig gemacht. Und der Beweis dafür ist, dass wir zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein Automobilunternehmen erfolgreich aufgebaut haben."
Der Tesla-Co-Vater stellte sich dabei selbst die Frage, ob er aus heutiger Sicht das Geld von Musk genommen hätte, beantwortet sie aber auch gleich: "Ich habe nicht viel anderes Geld auf dem Tisch gesehen, wissen Sie." Sehr wohl hätte er aber spätere andere Entscheidungen als Musk getroffen, meint Eberhard, vor allem in Bezug auf den Kauf von SolarCity.
Vor allem aber hätte er daran gearbeitet, eine positivere Arbeitskultur bei Tesla zu schaffen: "Ich bin der Meinung, dass man Mitarbeiter mit Respekt behandeln sollte, und ich halte nichts von willkürlichen Entlassungen und ähnlichen Dingen. Vielleicht wäre also die Kultur innerhalb des Unternehmens etwas netter gewesen."
Sein Verhältnis zu Musk ist heute erwartungsgemäß nicht das beste: "Ehrlich gesagt, habe ich Elon Musk in meinem Newsfeed blockiert - ich muss nicht noch mehr über ihn lesen. Es bereitet mir einfach Verdauungsprobleme, das zu lesen. Was passiert, ist, dass Musk irgendeine wilde Behauptung auf Twitter aufstellt und plötzlich wollen ein paar Reporter mit mir reden. So erfahre ich davon."
Das Verhältnis zwischen den beiden ist schon lange zerrüttet, Eberhard hat Musk 2009 auf Verleumdung verklagt, und zwar nachdem dieser begonnen hat, sich selbst Tesla-Gründer zu nennen. Diese Sache wurde außergerichtlich beigelegt, allerdings wurde auch vereinbart, dass sich Musk und zwei andere Tesla-Manager - JB Straubel und Ian Wright - ebenfalls als Mitgründer bezeichnen dürfen.
Autopilot und FSD
Eberhard sprach auch über die Autonomie-Features der Teslas, er ist aber "kein großer Fan" davon, wie er selbst sagt. Das ist auch einer der Hauptkritikpunkte an der aktuellen Ausrichtung von Tesla: "Ich denke, die Technologie ist viel zu unreif, um sie auf die Straße zu bringen. Ich meine, das ist meine vorsichtige Art, aber ich hätte mich wirklich schwer damit getan, eine Software, die so fehlerhaft ist, auf die Straße zu bringen."Schließlich meint er auch, dass es all diesen "Autopilot-Mist" nicht gegeben habe als er Tesla-CEO war: "Ich hatte nicht das Budget für ein anständiges Infotainment-System im Auto, geschweige denn für etwas wie Autopilot."
Zusammenfassung
- Eberhard gründete 2003 mit Marc Tarpenning Tesla Motors.
- Eberhard äußerte sich kritisch über Tesla heute.
- Er hätte eine positivere Arbeitskultur geschaffen.
- Eberhard klagte Musk 2009 wegen Verleumdung an.
- Eberhard hätte Autopilot-Feature nicht auf die Straße gebracht.
Siehe auch:
- Tesla Grünheide: Umweltauflagen werden überraschend gelockert
- Tesla baut Gigafactory in China bereits für Model 3 "Highland" um
- Crash-Gefahr: Tesla muss 362.000 Fahrzeuge mit FSD zurückrufen
- Renault: Tesla-Preissenkungen untergraben Vertrauen in Elektroautos
- Nichts gelernt: Tesla baut in Grünheide ohne Genehmigung
Themen:
Teslas Aktienkurs unter Elon
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