NASA und Pentagon planen Nuklearantrieb für Mars-Raumschiffe
Die Raumfahrt entwickelt sich immer weiter und die Menschheit hat den Mars als nächstes Ziel anvisiert. Doch wie kommt man dahin? Diese Frage stellen sich Raketenbauer schon lange. Eine Antwort wäre ein nuklearer Raketenantrieb. Das wollen die USA nun tatsächlich testen.
Die US-amerikanische Weltraumagentur NASA und die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) haben gestern ein Projekt angekündigt, das einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Start spielen könnte. Denn die beiden Behörden - eine davon ist zivil (NASA), die andere militärisch - haben das Demonstration Rocket for Agile Cislunar Operations (DRACO) genannte Programm angekündigt.
Konzeptzeichnung der geplanten Rakete mit Nuklearantrieb
Ziel des Projekts ist vor allem eine Reduktion der Reisezeit: Der Einsatz einer nuklearen Thermorakete würde eine schnellere Transitzeit ermöglichen und dadurch auch das Risiko für die Astronauten verringern. Die Zeit im All spielt bei so einem Vorhaben eine besonders wichtige Rolle, denn längere Trips erfordern mehr Vorräte und robustere Systeme.
Die NASA erklärt in einer Pressemitteilung auch die grundsätzliche Funktionsweise einer solchen Antriebsart: "In einem nuklearen thermischen Raketentriebwerk wird ein Spaltreaktor verwendet, um extrem hohe Temperaturen zu erzeugen. Das Triebwerk überträgt die vom Reaktor erzeugte Wärme auf einen Flüssigtreibstoff, der expandiert und durch eine Düse ausgestoßen wird, um das Raumfahrzeug anzutreiben. Thermische Nuklearraketen können dreimal und mehr effizienter sein als herkömmliche chemische Triebwerke."
Die Idee ist freilich nicht neu, bereits vor 50 Jahren gab es Überlegungen zu Nuklearantrieben im All: Das Nuclear Engine for Rocket Vehicle Application (NERVA) genannte Programm kam aber nicht über einige Bodentests hinaus.
Siehe auch:
Ziel: Schneller zum Mars
"Die NASA wird mit ihrem langjährigen Partner DARPA zusammenarbeiten, um bereits 2027 eine fortschrittliche thermische Kernantriebstechnologie zu entwickeln und zu demonstrieren. Mithilfe dieser neuen Technologie könnten Astronauten schneller als je zuvor in den und aus dem Weltraum reisen - eine wichtige Fähigkeit zur Vorbereitung auf bemannte Missionen zum Mars", sagte NASA-Administrator Bill Nelson.
Konzeptzeichnung der geplanten Rakete mit Nuklearantrieb
Ziel des Projekts ist vor allem eine Reduktion der Reisezeit: Der Einsatz einer nuklearen Thermorakete würde eine schnellere Transitzeit ermöglichen und dadurch auch das Risiko für die Astronauten verringern. Die Zeit im All spielt bei so einem Vorhaben eine besonders wichtige Rolle, denn längere Trips erfordern mehr Vorräte und robustere Systeme.
Die NASA erklärt in einer Pressemitteilung auch die grundsätzliche Funktionsweise einer solchen Antriebsart: "In einem nuklearen thermischen Raketentriebwerk wird ein Spaltreaktor verwendet, um extrem hohe Temperaturen zu erzeugen. Das Triebwerk überträgt die vom Reaktor erzeugte Wärme auf einen Flüssigtreibstoff, der expandiert und durch eine Düse ausgestoßen wird, um das Raumfahrzeug anzutreiben. Thermische Nuklearraketen können dreimal und mehr effizienter sein als herkömmliche chemische Triebwerke."
Die Idee ist freilich nicht neu, bereits vor 50 Jahren gab es Überlegungen zu Nuklearantrieben im All: Das Nuclear Engine for Rocket Vehicle Application (NERVA) genannte Programm kam aber nicht über einige Bodentests hinaus.
Zusammenfassung
- NASA und DARPA starten Projekt DRACO: Entwicklung einer nuklearen Thermorakete
- Reduktion der Reisezeit und Verringerung des Risikos für Astronauten
- Reaktor erzeugt Wärme, Treibstoff expandiert und wird ausgestoßen
- NERVA-Programm vor 50 Jahren gestoppt - DRACO soll nun erfolgreich sein
- Ziel: Schnellere Reise ins All für bemannte Missionen zum Mars
Siehe auch:
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Thema:
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