Windkraft ist doch eine gute Energiequelle für bemannte Mars-Missionen
Für kommende Besuche auf dem Mars steht mit der Windkraft eine Tageszeit-unabhängige und sicher zu transportierende Energiequelle zur Verfügung. Das haben Forscher jetzt auf Grundlage neuer Klimamodelle des roten Planeten herausgearbeitet.
Bisher ging man davon aus, dass bemannte Missionen zum Mars, die sich dort auf jeden Fall über längere Zeit aufhalten müssten, nur zwei potenzielle Energiequellen nutzen könnten: Entweder mitgeführte Atombatterien, die vor allem beim Start ein hohes Risiko darstellen, oder aber Solarzellen, die nur tagsüber Strom liefern und entsprechende Speicher benötigen würden.
Windkraft als dritte Option wurde bisher eigentlich meist abgeschrieben, da die Atmosphäre auf dem Mars recht dünn und die Windstärke vergleichsweise niedrig ist. Nun hat aber ein Team unter der Leitung von Victoria Hartwick, einer Postdoktorandin am NASA Ames Research Center, mithilfe globaler Klimamodelle des Mars gezeigt, dass die Windenergie im Gegensatz zu früheren Annahmen eine stabile, dauerhafte Energiequelle für große Teile der Marsoberfläche darstellt.
Als potenzielle Landeplätze für bemannte Missionen werden bisher vor allem Regionen in der Nähe der Pole gehandelt - denn dort gibt es (gefrorenes) Wasser, das sich für die Versorgung nutzen ließe. Zudem gibt es laut den Forschungsdaten zwischen den kühlen Eisvorkommen und den wärmeren Regionen ständige Winde. Die nutzbare Energie aus der Windkraft würde das Potenzial der Photovoltaik um den Faktor 3,4 übertreffen, rechneten die Forscher aus.
Bemannte Missionen zum Mars unterscheiden sich grundlegend zu den bekannten Flügen zum Mond. Denn hier wird es nicht möglich sein, nach wenigen Tagen den Rückweg anzutreten. Der Mars bewegt sich nach einem Zeitfenster für den Hinflug aus der Nähe der Erde heraus und befindet sich recht lange in einer großen Distanz. Erst wenn er sich der Erde wieder annähert, wäre ein Rückflug mit vertretbarem Energieaufwand möglich. Die menschlichen Besucher müssten auf jeden Fall zwischen 450 und 500 Tagen auf dem Mars ausharren.
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Windkraft als dritte Option wurde bisher eigentlich meist abgeschrieben, da die Atmosphäre auf dem Mars recht dünn und die Windstärke vergleichsweise niedrig ist. Nun hat aber ein Team unter der Leitung von Victoria Hartwick, einer Postdoktorandin am NASA Ames Research Center, mithilfe globaler Klimamodelle des Mars gezeigt, dass die Windenergie im Gegensatz zu früheren Annahmen eine stabile, dauerhafte Energiequelle für große Teile der Marsoberfläche darstellt.
Ideal für geplante Landezonen
"Unter Verwendung eines hochmodernen globalen Klimamodells für den Mars analysieren wir das gesamte planetarische Windpotenzial auf dem Mars und berechnen seine räumliche und zeitliche Variabilität", führten die Forscher in ihrem Paper aus. "Wir stellen fest, dass die Windgeschwindigkeiten an einigen vorgeschlagenen Landeplätzen hoch genug sind, um eine eigenständige oder ergänzende Energiequelle zur Solar- oder Kernenergie zu bieten."Als potenzielle Landeplätze für bemannte Missionen werden bisher vor allem Regionen in der Nähe der Pole gehandelt - denn dort gibt es (gefrorenes) Wasser, das sich für die Versorgung nutzen ließe. Zudem gibt es laut den Forschungsdaten zwischen den kühlen Eisvorkommen und den wärmeren Regionen ständige Winde. Die nutzbare Energie aus der Windkraft würde das Potenzial der Photovoltaik um den Faktor 3,4 übertreffen, rechneten die Forscher aus.
Bemannte Missionen zum Mars unterscheiden sich grundlegend zu den bekannten Flügen zum Mond. Denn hier wird es nicht möglich sein, nach wenigen Tagen den Rückweg anzutreten. Der Mars bewegt sich nach einem Zeitfenster für den Hinflug aus der Nähe der Erde heraus und befindet sich recht lange in einer großen Distanz. Erst wenn er sich der Erde wieder annähert, wäre ein Rückflug mit vertretbarem Energieaufwand möglich. Die menschlichen Besucher müssten auf jeden Fall zwischen 450 und 500 Tagen auf dem Mars ausharren.
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