250-Meter-Tsunami: Der Mars hatte seinen eigenen Dino-Meteoriten
Bodenstrukturen auf dem Mars erwecken den Anschein, dass hier einst ein Mega-Tsunami eine gewaltige zerstörerische Kraft entwickelte. Forscher spielten diese Annahme nun in Simulationen durch und fanden tatsächlich einen passenden Krater.
Heute zu erkennende Rinnen und Salzablagerungen lassen darauf schließen, dass ein früher auf dem Mars existierendes Meer seine Spuren hinterließ. Die Ursache der Spuren muss aber gewaltig gewesen sein: Untersuchungen von Satellitenbildern und von Sonden erhobene Proben führen zu dem Schluss, dass an der fraglichen Stelle vor gut 3,4 Milliarden Jahren und damit in der frühen Entwicklungsphase des Planeten eine gigantische Welle von 250 Metern Höhe an ein Ufer geprallt sein muss.
Unklar war allerdings, wodurch eine solche Welle ausgelöst worden sein könnte. Als man den wahrscheinlichen Weg der Kraft, die das Wasser mit sich brachte, zurückrechnete, fand man aber womöglich die Ursache: An der fraglichen Stelle existiert ein von einem Asteroiden-Einschlag geschaffener Krater namens Pol, der einen Durchmesser von 110 Kilometern aufweist.
Die Tsunami-Schockwelle richtete dann auch in 1500 Kilometern Entfernung noch große Verwerfungen an, die man noch heute analysieren kann. Die Forscher vergleichen den Einfluss der Explosion auf den jungen Mars etwa mit dem, was der Meteorit anrichtete, der den in Mexiko liegenden Krater von Chicuxlub erschuf und für das Aussterben der Dinosaurier sorgte.
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Unklar war allerdings, wodurch eine solche Welle ausgelöst worden sein könnte. Als man den wahrscheinlichen Weg der Kraft, die das Wasser mit sich brachte, zurückrechnete, fand man aber womöglich die Ursache: An der fraglichen Stelle existiert ein von einem Asteroiden-Einschlag geschaffener Krater namens Pol, der einen Durchmesser von 110 Kilometern aufweist.
Enorme Sprengkraft
Zur Zeit des Einschlags muss der getroffene Bereich der Marsoberfläche rund 120 Meter unter der Meeresoberfläche gelegen haben. An dieser Stelle ging ein 9 Kilometer großer Steinbrocken nieder, der eine Wucht entwickelte, die einer Sprengung mit 13 Megatonnen TNT entspricht. Kurz danach ging noch ein 3 Kilometer großer Asteroid nieder und erzeugte weitere 0,5 Megatonnen Sprengwirkung.Die Tsunami-Schockwelle richtete dann auch in 1500 Kilometern Entfernung noch große Verwerfungen an, die man noch heute analysieren kann. Die Forscher vergleichen den Einfluss der Explosion auf den jungen Mars etwa mit dem, was der Meteorit anrichtete, der den in Mexiko liegenden Krater von Chicuxlub erschuf und für das Aussterben der Dinosaurier sorgte.
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