Chipkrise ist eindeutig vorbei:
Herstellern laufen die Lager voll
Noch vor nicht allzu langer Zeit spekulierte man darüber, wie viele Jahre es noch dauern könnte, bis die Chipindustrie die Nachfrage wieder decken kann. Die Lage hat sich nun aber schnell grundlegend geändert und die Lager füllen sich zu schnell.
Die schwächelnde Verbrauchernachfrage nach Elektronik hat dazu geführt, dass die Halbleiterfirmen inzwischen ein Überangebot an Chips haben. Das wiederum hat diese Unternehmen dazu veranlasst, Personal zu entlassen und die Investitionsausgaben zu kürzen, wie das Wall Street Journal berichtete. Die Chip-Bestände liegen "weit über unserem Zielwert", erklärte beispielsweise Sanjay Mehrotra, Chef von Micron Technology. Der Konzern verkündete letzte Woche, dass die Gewinnprognosen verfehlt worden sind und nun rund 10 Prozent seiner Belegschaft gehen müssen.
Die Wartezeiten bis zur Lieferung benötigter Chips sinken bei den verschiedenen Abnehmern bereits seit Monaten. Die massiven Engpässe, die noch vor einem Jahr ganze Industrien vor erhebliche Probleme stellten, sind inzwischen weg. In einer Untersuchung der Bank UBS wurde festgestellt, dass die Lagerbestände den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht haben und etwa 40 Tage über dem Durchschnittswert für den Chipsektor liegen.
Allerdings bleibt der Chipmangel in der Automobilindustrie ein Problem. Obwohl auch hier die Neukäufe etwas heruntergingen, ist der Bedarf durch neue Funktionen und insbesondere den Trend zur Elektromobilität deutlich gestiegen. Aber auch hier ist absehbar, dass die Halbleiter-Industrie bald nicht mehr jeden produzierten Chip direkt verkaufen kann.
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Die Wartezeiten bis zur Lieferung benötigter Chips sinken bei den verschiedenen Abnehmern bereits seit Monaten. Die massiven Engpässe, die noch vor einem Jahr ganze Industrien vor erhebliche Probleme stellten, sind inzwischen weg. In einer Untersuchung der Bank UBS wurde festgestellt, dass die Lagerbestände den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht haben und etwa 40 Tage über dem Durchschnittswert für den Chipsektor liegen.
Verbraucher schränken sich ein
In den letzten Monaten hat die steigende Inflation die Verbraucher gezwungen, den Kauf von nicht lebensnotwendigen Gütern einzuschränken. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verbraucher bereits deutlich weniger für Unterhaltungselektronik, Spiele und Haushaltsgeräte ausgeben, sondern stattdessen in grundlegende Dinge wie Lebensmittel, Kraftstoff und ein Dach über dem Kopf investieren. Die Ausgaben für Elektronik gingen im Weihnachtsgeschäft spürbar zurück.Allerdings bleibt der Chipmangel in der Automobilindustrie ein Problem. Obwohl auch hier die Neukäufe etwas heruntergingen, ist der Bedarf durch neue Funktionen und insbesondere den Trend zur Elektromobilität deutlich gestiegen. Aber auch hier ist absehbar, dass die Halbleiter-Industrie bald nicht mehr jeden produzierten Chip direkt verkaufen kann.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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