Continental: Daten aus dem Konzernnetz für 50 Mio. Dollar angeboten
Der Autozulieferer Continental steht jetzt dumm da: Vor einigen Wochen erklärte man noch, einen Angriff auf die IT-Systeme erfolgreich abgewehrt zu haben. Nun aber werden Daten im Darknet für 50 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten.
Offiziell will man sich seitens des Unternehmens bisher nicht zu der Angelegenheit äußern und erklärt, dass die Untersuchungen noch immer andauern. Allerdings ist inzwischen klar, dass man es doch nicht schaffte, die Eindringlinge aus dem Netzwerk herauszuhalten. Mindestens ein Teil der internen Firmendaten konnte so von den Angreifern erbeutet werden.
Wie das Handelsblatt berichtet, sind auf einschlägigen Darknet-Plattformen inzwischen Verkaufsangebote aufgetaucht. Eine Liste mit Dateinamen soll einerseits die Echtheit der Informationen bekräftigen und potenziellen Interessenten auch klarmachen, dass es durchaus interessante Daten zu holen gibt. Angesichts des genannten Kaufpreises dürfte dies auch nötig sein, immerhin wird niemand auf gut Glück 50 Millionen Dollar investieren.
Für den Datendiebstahl soll eine Gruppe namens "Lockbit 3.0" verantwortlich sein. Dabei handelt es sich eigentlich um eine typische Ransomware-Bande und die Täter aus diesem Bereich sind bereits vor einiger Zeit dazu übergegangen, Firmendaten nicht mehr zu verschlüsseln, sondern die Eigner mit deren Veröffentlichung zu erpressen. Die Beute aus dem Continental-Netz scheint aber so wertvoll zu sein, dass man einen Verkauf als lukrativer ansieht.
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Wie das Handelsblatt berichtet, sind auf einschlägigen Darknet-Plattformen inzwischen Verkaufsangebote aufgetaucht. Eine Liste mit Dateinamen soll einerseits die Echtheit der Informationen bekräftigen und potenziellen Interessenten auch klarmachen, dass es durchaus interessante Daten zu holen gibt. Angesichts des genannten Kaufpreises dürfte dies auch nötig sein, immerhin wird niemand auf gut Glück 50 Millionen Dollar investieren.
Vorgeschmack auf Interna
Weiterhin wird eine acht Gigabyte große Datei angeboten, in der Informationen zur Geschäftsstrategie, Investitionspläne, Schriftwechsel von Aufsichtsratsmitgliedern und auch Personaldaten zu finden sind. Dies soll letztlich nur einen Vorgeschmack bieten auf die insgesamt rund 40 Terabyte an Daten, die aus dem Continental-Netzwerk kopiert worden sein sollen.Für den Datendiebstahl soll eine Gruppe namens "Lockbit 3.0" verantwortlich sein. Dabei handelt es sich eigentlich um eine typische Ransomware-Bande und die Täter aus diesem Bereich sind bereits vor einiger Zeit dazu übergegangen, Firmendaten nicht mehr zu verschlüsseln, sondern die Eigner mit deren Veröffentlichung zu erpressen. Die Beute aus dem Continental-Netz scheint aber so wertvoll zu sein, dass man einen Verkauf als lukrativer ansieht.
Siehe auch:
- Gehackt & erpresst: nächster deutscher Großkonzern Opfer von LockBit
- Continental zeigt Paketroboter und autonomen Mini-Bus auf der CES
- Continental: Zweitgrößter Autozulieferer der Welt verbietet WhatsApp
- Autonomes Fahren: Nvidia und Continental schaffen Fahrer komplett ab
- Continental bringt Googles Android in das Auto
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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