Continental zeigt Paketroboter und autonomen Mini-Bus auf der CES

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Der deutsche Automobilzulieferer Continental ist mit einem ambitionierten Projekt zur CES nach Las Vegas gekommen. Das Unternehmen zeigt eine Kooperation mit dem Robotic Systems Labs der ETH Zürich, das die autonome Paketauslieferung mit einem Roboterhund zeigt. Zum Einsatz kommt dabei neben dem Roboterhund ANYmal das autonome Taxi Cube von Continental. Die Zukunftsversion ist wie folgt: Der Cube bringt die Roboter an ihren Bestimmungsort, wo sie dann aus dem Fahrzeug steigen und die Paketlieferung eigenständig durchführen.
Continental PaketroboterDer Roboterhund zeigt bei der ... Continental Paketroboter... CES, was er so kann, ... Continental Paketroboter... transportiert wird er vom Cube
Unsere Kollege Roland Quandt hat sich die Demonstration von Cube und ANYmal bei der CES 2019 einmal angeschaut und berichtet von seinen Eindrücken.

Flexibel und sicher, kann Hindernisse überwinden

Interessant ist dabei, dass der Roboter bei der Auslieferung seiner Fracht auch unvorhergesehene Hindernisse überwinden muss - und das, wie man im Video sieht, auch sehr gut ausführt. Der kleine Roboter ist dabei verhältnismäßig langsam. Er hat eine Höchstgeschwindigkeit von 3,6 km/h, ist dafür aber besonders wendig und durch seine vier flexiblen Beine und dem mit rund 70 Zentimeter hohem Aufbau sehr sicher unterwegs. Der Roboterhund ist aus Karbonfaser und Aluminium gefertigt und wiegt rund 30 Kilogramm.

Cube liefert ANYmal ab

Bei der autonomen Auslieferung des Pakets übernimmt ANYmal auch das Klingeln an der Haustür und das Ablegen der Waren. Im Rahmen der Demo auf der CES hatte er nur eine kurze Strecke bis zur Auslieferung zu überwinden. Er soll aber mobil genug sein, um längere Wege gut zu schaffen. Das Ziel des Projekts von Continental ist es aber vor allem, mit der Kombination des autonomen Fahrzeugs und des Roboters auch längere Wege schnell und sicher zu überwinden. Continental will nun die Synergien aus dem automatisierten Fahren für die städtische Lieferung nutzbar machen.

Den Cube von Continental kennt man dabei schon seit längerem. In Deutschland wird er bereits eingesetzt, zum Beispiel von der Universität Frankfurt.

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Sehr schön, dann schmeißt der mir jedes mal einfach die Pakete vor die Haustür.. so schafft der aktuelle Paketbote seine Pakete auch in einem Bruchteil der Zeit.. und ich kriege in Zukunft nur noch einen Bruchteil meiner Bestellungen... TOP!
 
Interessante Idee, aber lückenhaft. Liefert der auch bei Regen ab? Ist der Hund wasserfest? Trifft der auch bei Mehrfamilienhäusern die korrekte Klingel? Da hat man ja schon als Mensch manchmal Probleme, den richtigen Knopf zu finden. Gibt der Pakete auch bei Nachbarn ab? Sieht auch ziemlich langsam aus, da finde ich die Auslieferung per Drohne besser. Das könnte ja auch vom Taxi aus geschehen. Liest der Hund auch die Beschriftungen wie TOP oder FRAGILE?
 
@taiskorgon: TOP und FRAGILE wird heute schon automatisiert erkannt und im letzteren Fall das Paket entsprechend speziell geroutet.
Wasserfest sehe ich auch nicht das Problem.
Klingel erkennen ebenfalls. Falls der Roboter nicht sicher ist funkt er halt kurz nach hause, macht ein Bild und ein Mitarbeiter wählt die richtige Klingel.

Allgemeine Sicherheit im Straßenverkehr und wie der Hund auf Hunde reagiert sehe ich eher als Problem.
 
Jeder ANYmal kann ein Paket auf dem Rücken nehmen und in dem Auto stehen dann diese ANYmals. Ich sehe die Effizient darin noch nicht, wenn dann nach jedem ausgelieferten Paket erstmal wieder zum Depot gefahren werden muss, um ein neues Paket zu laden.
 
Es gibt Dinge, die die Welt verändern. Und es gibt solche Dinge wie diese hier. :)
 
Kommt dieser flexible und sichere Roboterhund, der Hindernisse überwinden kann, auch mit genervten Passanten klar, die ihn aus dem Weg schubsten? Bei maximal 3,6 km/h stellt er wahrscheinlich für Viele ein Hinderniss dar.
 
Wenn die Menschen überall ehrlich wären, würden solche Maschinen vielleicht irgendwann funktionieren ...
Aber zumindest in den Grossstädten werden einige, sich benachteiligt fühlende, Personen Spass daran haben die Geräte zu zerstören und die Waren zu entwenden.
So wie es auch mit den Fahrrädern passiert und keiner ein Interesse daran hat, es zu unterbinden.
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