In vielen sensiblen Apps steckt überraschend russischer Code
In vielen sensiblen Bereichen von Behörden und Unternehmen gab es in den letzten Monaten hektische Betriebsamkeit, nachdem sich herausgestellt hatte, dass ein vermeintlicher US-Software-Anbieter in Wahrheit aus Russland stammt.
Das Unternehmen Pushwoosh bietet Softwaremodule an, mit denen sich die Funktionalität für Push-Mitteilungen leicht in Smartphone-Apps integrieren lässt. In dem Glauben, dass es sich hier um eine Firma aus den USA handelt, griffen hier zahlreiche Entwickler zu, die Apps für iOS und Android produzieren - und auch Behörden sowie das US-Militär beliefern.
Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters zeigten allerdings, dass Pushwoosh eigentlich in der sibirischen Stadt Nowosibirsk zuhause ist. Das Unternehmen beschäftigt laut den dortigen Unterlagen rund 40 Mitarbeiter und meldete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 143.270.000 Rubel (2,4 Millionen Dollar) an. Pushwoosh ist bei der russischen Regierung registriert und zahlt dort auch Steuern. In den sozialen Medien und in den US-Regulierungsunterlagen stellt sich Pushwoosh jedoch als US-Unternehmen mit Sitz in Kalifornien, Maryland und Washington, D.C. dar.
Auf seiner Website erklärt Pushwoosh, dass man keine sensiblen Informationen sammelt, und Reuters fand auch keine Beweise dafür, dass die Firma Nutzerdaten abgegriffen hat. Die russischen Behörden haben jedoch bereits verschiedene lokale Unternehmen gezwungen, Nutzerdaten an die nationalen Sicherheitsbehörden weiterzugeben. Daher besteht diese Möglichkeit hier natürlich auch.
Der Gründer von Pushwoosh, Max Konev, erklärte gegenüber Reuters in einer E-Mail im September, dass das Unternehmen nicht versucht habe, seine russische Herkunft zu verschleiern. "Ich bin stolz darauf, Russe zu sein, und würde dies niemals verbergen." Er sagte, das Unternehmen habe "keinerlei Verbindung zur russischen Regierung" und speichere seine Daten in den Vereinigten Staaten und Deutschland. Allerdings stellt dies für die Behörden Russlands nicht unbedingt ein großes Hindernis dar.
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Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters zeigten allerdings, dass Pushwoosh eigentlich in der sibirischen Stadt Nowosibirsk zuhause ist. Das Unternehmen beschäftigt laut den dortigen Unterlagen rund 40 Mitarbeiter und meldete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 143.270.000 Rubel (2,4 Millionen Dollar) an. Pushwoosh ist bei der russischen Regierung registriert und zahlt dort auch Steuern. In den sozialen Medien und in den US-Regulierungsunterlagen stellt sich Pushwoosh jedoch als US-Unternehmen mit Sitz in Kalifornien, Maryland und Washington, D.C. dar.
Sicher ist sicher
Nachdem die Reuters-Journalisten die US-Behörden informierten und über ihre Nutzung der Software-Module befragten, setzte emsige Tätigkeit ein. So hat unter anderem die Seuchenschutz-Behörde CDC erklärt, dass man getäuscht worden sei und die Komponenten aus sieben Apps entfernt habe. Und auch das US-Militär änderte eine App, die von Soldaten unter anderem auf Trainings-Stützpunkten eingesetzt wurde.Auf seiner Website erklärt Pushwoosh, dass man keine sensiblen Informationen sammelt, und Reuters fand auch keine Beweise dafür, dass die Firma Nutzerdaten abgegriffen hat. Die russischen Behörden haben jedoch bereits verschiedene lokale Unternehmen gezwungen, Nutzerdaten an die nationalen Sicherheitsbehörden weiterzugeben. Daher besteht diese Möglichkeit hier natürlich auch.
Der Gründer von Pushwoosh, Max Konev, erklärte gegenüber Reuters in einer E-Mail im September, dass das Unternehmen nicht versucht habe, seine russische Herkunft zu verschleiern. "Ich bin stolz darauf, Russe zu sein, und würde dies niemals verbergen." Er sagte, das Unternehmen habe "keinerlei Verbindung zur russischen Regierung" und speichere seine Daten in den Vereinigten Staaten und Deutschland. Allerdings stellt dies für die Behörden Russlands nicht unbedingt ein großes Hindernis dar.
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