Schach-Streit eskaliert weiter:
Weltmeister fängt eine 100-Mio.-Klage
Die seit Wochen andauernde Schlammschlacht auf den Spitzenplätzen der Schach-Welt läuft auf einen neuen Höhepunkt zu. Der junge Großmeister Hans Niemann wehrt sich jetzt gegen die Betrugsvorwürfe des Weltmeisters Magnus Carlsen und Chess.com.
Carlsen hatte seinem Konkurrenten recht eindeutig vorgeworfen, seine Leistungen Kraft der eigenen Fähigkeiten hinzubekommen. Die Sache hält die Schachwelt bereits seit Wochen in Atem und erlebte ihren Höhepunkt, als Carlsen sich nach einer Niederlage komplett aus einem Turnier zurückzog. Er behauptete, dass Niemann viel zu glatt und entspannt durch die Partien ging.
Der 19-jährige Niemann räumte durchaus ein, bei zwei Gelegenheiten betrogen zu haben: Einmal, als er 12 Jahre alt war und ein zweites Mal, als er 16 war. Er wies jedoch Behauptungen zurück, dass er in diesem Jahr in einer Partie am Brett gegen Magnus Carlsen betrogen habe. Gegen die Vorwürfe ging er nun mit einer Klage vor, deren Streitwert auf immerhin 100 Millionen Dollar angesetzt wird.
In der Klage wird behauptet, dass die Beklagten, einschließlich Chess.com, Niemann "verheerenden Schaden" zugefügt haben, indem sie "unrechtmäßig zusammengespielt" und ihn "ungeheuerlich verleumdet" hätten, um ihn aus der professionellen Schachwelt auszuschließen. "Meine Klage spricht für sich selbst", erklärte Niemann am Donnerstag in einem Twitter-Post.
Auch die Schach-Seite Chess.com spielt hier laut Niemann eine unrühmliche Rolle, die vor allem daraus resultieren soll, dass man Carlsens persönliche Plattform "Play Magnus" übernehmen will. Ein Wertverlust des Weltmeisters wäre also auch hier schlecht fürs Geschäft. Chess.com hatte ebenfalls umfassende Betrugsvorwürfe veröffentlicht, legte allerdings keine Beweise vor, sondern berief sich nur auf Analysen der hauseigenen Anti-Betrugs-Software.
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Der 19-jährige Niemann räumte durchaus ein, bei zwei Gelegenheiten betrogen zu haben: Einmal, als er 12 Jahre alt war und ein zweites Mal, als er 16 war. Er wies jedoch Behauptungen zurück, dass er in diesem Jahr in einer Partie am Brett gegen Magnus Carlsen betrogen habe. Gegen die Vorwürfe ging er nun mit einer Klage vor, deren Streitwert auf immerhin 100 Millionen Dollar angesetzt wird.
In der Klage wird behauptet, dass die Beklagten, einschließlich Chess.com, Niemann "verheerenden Schaden" zugefügt haben, indem sie "unrechtmäßig zusammengespielt" und ihn "ungeheuerlich verleumdet" hätten, um ihn aus der professionellen Schachwelt auszuschließen. "Meine Klage spricht für sich selbst", erklärte Niemann am Donnerstag in einem Twitter-Post.
Ein anderes Bild
In der Klage wird jetzt ein anderes Bild der Auseinandersetzung gezeichnet, als Carlsen es bisher zeichnete. Demnach sei der Weltmeister schlicht wütend, dass er vom 12 Jahre jüngeren Niemann besiegt wird. Im Zuge dessen habe er Angst, dass er auch als millionenschwere Marke einen erheblichen Wertverlust erleidet.Auch die Schach-Seite Chess.com spielt hier laut Niemann eine unrühmliche Rolle, die vor allem daraus resultieren soll, dass man Carlsens persönliche Plattform "Play Magnus" übernehmen will. Ein Wertverlust des Weltmeisters wäre also auch hier schlecht fürs Geschäft. Chess.com hatte ebenfalls umfassende Betrugsvorwürfe veröffentlicht, legte allerdings keine Beweise vor, sondern berief sich nur auf Analysen der hauseigenen Anti-Betrugs-Software.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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