Raus aus China: Apple MacBooks bald aus Vietnam und Thailand?
Der US-Computerkonzern Apple will seine Fertigung auch im Fall der MacBooks und iMacs zunehmend aus China heraus verlegen. Derzeit verdichten sich die Hinweise, dass man stattdessen bald in Vietnam und Thailand die Massenfertigung von MacBooks aufnehmen will.
Laut dem taiwanischen Branchendienst DigiTimes ist Apple dabei, seine Computer-Fertigung zunehmend aus China heraus in andere südostasiatische Länder zu verlagern. Das Unternehmen will so wahrscheinlich die Abhängigkeit von China reduzieren, nachdem man, wie kein anderer großer Elektronikanbieter, auf chinesische Partner gesetzt hatte.
Für die nähere Zukunft will Apple neben Vietnam auch auf Thailand als möglichen Fertigungsstandort für seine Hardware setzen. Quanta, der andere große Vertragsfertiger, der für Apple MacBooks baut, ist in Thailand bereits seit geraumer Zeit mit eigenen Werken vertreten, baut dort aber bisher vor allem Smart-Speaker und Server-Produkte anderer Marken.
Neben den politischen Spannungen zwischen den USA und China ist vor allem der Umgang mit der Coronavirus-Pandemie in China ein Problem für die Elektronikhersteller. So litt Apple stärker als alle anderen Anbieter, als die wichtigen Produktionsstandorte der Vertragsfertiger vor einigen Monaten wegen neuer Lockdown-Maßnahmen wochenlang stillstanden.
Ein weiteres Problem sind die immer wieder stattfindenden Stromabschaltungen, weil die chinesische Energieversorgung derzeit nicht immer vollständig gewährleistet werden kann. Durch die Verlagerung der Fertigung auf eine größere Zahl von Ländern will Apple mehr Spielraum schaffen, um gegen mögliche Ausfälle gewappnet zu sein.
Siehe auch:
Foxconn ist in Vietnam schon seit Jahrzehnten präsent
Vorläufig setzt Apple angeblich vor allem auf Vietnam als neuen Standort, weil sein wichtigster Partner unter den Vertragsfertigern, Foxconn, dort bereits mit einer Reihe von großen Produktionsstandorten vertreten ist. Aktuell läuft dort sogar schon die Testfertigung von bestimmten MacBook-Modellen, heißt es von informierten Quellen.Für die nähere Zukunft will Apple neben Vietnam auch auf Thailand als möglichen Fertigungsstandort für seine Hardware setzen. Quanta, der andere große Vertragsfertiger, der für Apple MacBooks baut, ist in Thailand bereits seit geraumer Zeit mit eigenen Werken vertreten, baut dort aber bisher vor allem Smart-Speaker und Server-Produkte anderer Marken.
Fertigung in Thailand braucht mehr Vorlaufzeit
Als weltweit größter Vertragsfertiger für Notebooks wäre es für Quanta allerdings ein Leichtes, entsprechende Kapazitäten für den Bau von MacBooks in Thailand zu errichten. Eine Hürde ist dabei aber, dass in Thailand deutlich weniger Zulieferer und andere Teile der Lieferkette vertreten sind als etwa in Vietnam. Für den Aufbau einer lokalen Lieferkette würde es hier also mehr Zeit brauchen.Neben den politischen Spannungen zwischen den USA und China ist vor allem der Umgang mit der Coronavirus-Pandemie in China ein Problem für die Elektronikhersteller. So litt Apple stärker als alle anderen Anbieter, als die wichtigen Produktionsstandorte der Vertragsfertiger vor einigen Monaten wegen neuer Lockdown-Maßnahmen wochenlang stillstanden.
Ein weiteres Problem sind die immer wieder stattfindenden Stromabschaltungen, weil die chinesische Energieversorgung derzeit nicht immer vollständig gewährleistet werden kann. Durch die Verlagerung der Fertigung auf eine größere Zahl von Ländern will Apple mehr Spielraum schaffen, um gegen mögliche Ausfälle gewappnet zu sein.
Siehe auch:
- Technologiediebstahl: Taiwan klagt Chefin von Apple-Vertragsfertiger an
- Wegen Corona-Verspätung: Apple verlegt iPad-Fertigung nach Vietnam
- Apple: Gewaltsame Proteste bei MacBook-Fertiger nach China-Lockdown
- iPhone: Apple setzt noch stärker auf Fertigung durch chinesische Partner
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