Trump-Vize legt sich mit Apple an, Konzern profitiere von 'Sklavenarbeit'

Der republikanische Vizepräsidentschaftskandidat JD Vance sorgt immer wieder mit kontroversen Äußerungen für Aufsehen. In einem Interview kritisiert er nun Apple scharf und wirft dem Tech-Konzern vor, von Zwangsarbeit in China zu profitieren. Apple weist die Vorwürfe zurück.
Apple, Logo, China, Große Mauer

Schwere Vorwürfe gegen Apple

Der republikanische Vizepräsidentschaftskandidat JD Vance hat in einem Interview mit CNBC schwere Vorwürfe gegen Apple erhoben. Der Senator aus Ohio und "Running Mate" von Donald Trump behauptete, dass Apple von Zwangsarbeit in China profitiere. "Halte ich Apple für ein böses Unternehmen? Nein. Denke ich, dass sie manchmal von chinesischer Zwangsarbeit profitieren? Ja. Und das ist ziemlich krank", sagte Vance in der Sendung "Squawk Box" von CNBC.

Die Anschuldigungen des Republikaners sind Teil einer breiteren Diskussion über die Besteuerung von Unternehmen, die auf Produktion in China setzen. Vance argumentierte, dass Firmen, die vom amerikanischen Markt profitieren wollen, auch amerikanische Arbeitskräfte fair bezahlen sollten.

Apple weist Vorwürfe zurück

Apple hat in der Vergangenheit wiederholt erklärt, keine Beweise für Zwangsarbeit in seinem Betrieb gefunden zu haben. Das Unternehmen hatte 2021 auf Anfrage ehemaliger Vorsitzender der "Congressional-Executive Commission on China" zugesagt, mit dem U.S. Customs and Border Protection zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass seine Lieferkette frei von Zwangsarbeit ist.


Der iPhone-Hersteller lässt viele seiner Geräte im Ausland produzieren, China ist der mit Abstand wichtigste Partner in Bezug auf Fertigung. Angesichts der angespannten Beziehungen zwischen den USA und China hat das Unternehmen jedoch Schritte unternommen, um seine Lieferkette zu diversifizieren und hat die Produktionskapazitäten in Ländern wie Vietnam und Indien ausgebaut. Laut CNBC produzierte Apple im letzten Geschäftsjahr iPhones im Wert von 14 Milliarden Dollar (etwa 12,7 Milliarden Euro) in Indien.

Vance fordert härtere Maßnahmen

Der republikanische Politiker sprach sich in dem Interview auch für höhere Zölle auf Unternehmen aus, die "Arbeitsplätze ins Ausland verlagern". Diese Forderung steht im Einklang mit den Plänen des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, der zusätzliche Zölle von 60 bis 100 Prozent auf Waren aus China und pauschale Zölle von 10 bis 20 Prozent auf importierte Güter angedroht hat.

Wer ist JD Vance?

JD Vance, geboren 1984, diente nach seinem Highschool-Abschluss von 2003 bis 2007 als Militärjournalist bei den US Marines. Anschließend absolvierte er ein Studium an der Ohio State University und der Yale Law School. Bevor er in die Politik einstieg, arbeitete er kurzzeitig als Unternehmensanwalt und später als Risikokapitalgeber in der Tech-Branche.

Vance gewann 2022 die Wahl zum US-Senator für Ohio und wurde im Juli 2024 von Donald Trump als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten ausgewählt. Politisch wird er als national-konservativ und rechtspopulistisch eingestuft.
Zusammenfassung
  • JD Vance kritisiert Apple wegen angeblicher Profite aus Zwangsarbeit in China
  • Apple weist Vorwürfe der Zwangsarbeit entschieden zurück
  • Vance fordert fairere Bezahlung amerikanischer Arbeiter durch Unternehmen
  • Apple kooperiert mit US-Behörden zur Überprüfung der Lieferkette
  • Produktion von Apple-Geräten wird zunehmend aus China verlagert
  • Vance unterstützt höhere Zölle auf Firmen, die Jobs ins Ausland verlegen
  • Vance wurde 2024 von Donald Trump zum Vizepräsidentschaftskandidaten ernannt

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Apples Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!