Parteitag in China: Staatschef ruft auf, die Tech-Schlacht zu gewinnen

China wird in der kommenden Zeit wohl mit deutlich mehr staatlichen Mitteln in die Entwicklung der Technologiebranche eingreifen. Staatschef Xi Jinping hat auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei dazu aufgerufen, die "Schlacht zu gewinnen".
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China soll demnach in den Kerntechnologien zu einer führenden Kraft werden. Da dies eine Ausrichtung für die staatlichen Aktivitäten der kommenden Jahre darstellt, dürfte entsprechend mit steigenden Subventionen und Eingriffen zu rechnen sein. Die grundsätzliche Entwicklung verfolgt China bereits seit einiger Zeit, die nun verschärfte Gangart dürfte auch eine Reaktion auf die zunehmenden Bestrebungen des Westens sein, sich unabhängiger von den chinesischen Produktionsstätten zu machen.

Im Rechenschaftsbericht der Staatsführung wurde das Erreichen einer Eigenständigkeit in vier Technologie-Bereichen hervorgehoben - vor fünf Jahren gab es hier noch keine einzige. Genauer ging man allerdings nicht auf spezifische Sektoren oder einen Vergleich zu anderen Ländern ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Eigenständige Erwähnung fanden aber Branchen, in denen China binnen der vergangenen fünf Jahre besondere Durchbrüche erzielte: Großflugzeuge, Raumfahrt und Satellitennavigation wurden von Xi genannt. Allerdings sind diese besonders von staatlichen Aufträgen und Unterstützungsleistungen abhängig und stellen keine eigenständigen Sektoren dar, die im internationalen Wettbewerb gut mithalten können.

Genau dies soll eigentlich die Chipindustrie leisten, in deren Entwicklung der Staat bereits hohe Summen investiert hat - das betrifft unter anderen Firmen wie Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) oder Yangtze Memory Technologies. Allerdings hat keines dieser Unternehmen eine international führende Rolle erlangt. Und grundlegend ist China weiterhin auch massiv von ausländischen Technologien abhängig, das betrifft sowohl die Prozesstechnik als auch die Architekturen verschiedener Prozessor-Klassen.

Keine Erwähnung fanden die herben Rückschläge, die im Halbleiter-Sektor verbucht werden mussten. Im Umfeld des letzten Parteitages im Jahr 2017 investierte der Staat etwa große Summen in Wuhan Hongxin Semiconductor Manufacturing. Die Chipfabrik sollte 30.000 Wafer monatlich verarbeiten. Allerdings erfolgte 2021 dann die Schließung, weil das Werk es nie schaffte, wirtschaftlich zu arbeiten.

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