436.000 Jobs: Rekord-Beschäftigung in der Erneuerbaren-Branche
Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland ist 2025 auf einen Rekordwert von 436.000 gestiegen. Gegenüber dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2023 entspricht dies einem Zuwachs von knapp vier Prozent.
Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt nach Einschätzung von Branchenvertretern einen engen Zusammenhang zwischen politischen Rahmenbedingungen, Investitionen und Beschäftigung. Bereits Anfang der 2010er Jahre hatte die Branche einen starken Beschäftigungsanstieg erlebt. Damals erreichten die Investitionen in erneuerbare Energien mit knapp 28 Milliarden Euro pro Jahr einen ersten Höhepunkt, während die Zahl der Beschäftigten auf rund 415.000 anwuchs. Nach Kürzungen von Fördermaßnahmen im Solarbereich und späteren Änderungen bei der Windenergie gingen sowohl Investitionen als auch Beschäftigtenzahlen deutlich zurück.
Beschäftigung im EE-Sektor
Im Jahr 2024 wurden mit 37,5 Milliarden Euro erneut Rekordinvestitionen verzeichnet. Parallel dazu stieg auch die Beschäftigung auf den aktuellen Höchststand. Besonders deutlich zeigte sich die Abhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuletzt bei Wärmepumpen. Nach einem starken Ausbau im Jahr 2023 sank die Zahl der neu installierten Anlagen im Folgejahr deutlich, bevor sie 2025 wieder anzog. Entsprechend schwankten auch die Beschäftigtenzahlen in diesem Segment erheblich.
Mit Blick auf geplante energiepolitische Gesetzesvorhaben warnen Branchenvertreter vor möglichen negativen Folgen für Investitionen und Arbeitsplätze. Sie verweisen auf frühere Erfahrungen, bei denen Änderungen von Förderbedingungen oder Ausbauzielen zu deutlichen Beschäftigungsrückgängen in einzelnen Bereichen der erneuerbaren Energien geführt hatten.
Bemerkenswert ist dabei eine personelle Überschneidung: Maßgeblich mitverantwortlich für den sogenannten Altmaier-Knick, der zehntausende Arbeitsplätze in der Solar-Branche kostete, war neben dem damals zuständigen Minister Peter Altmaier auch die heutige Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche - damals noch in der Funktion einer Staatssekretärin.
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Windenergie an der Spitze
Den größten Anteil an den Arbeitsplätzen hat weiterhin die Windenergie, teilte die Bertelsmann Stiftung heute mit. In diesem Bereich arbeiteten zuletzt rund 172.000 Menschen, etwa 30 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Damit entfällt mehr als ein Drittel aller Stellen im Erneuerbare-Energien-Sektor auf die Windbranche. Weitere wichtige Arbeitgeber sind die Biomasse mit rund 97.000 Beschäftigten sowie die Solarenergie mit knapp 90.000 Arbeitsplätzen. Auf Rang vier folgt die Herstellung und Installation von Wärmepumpen, wo zuletzt rund 72.000 Menschen beschäftigt waren.Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt nach Einschätzung von Branchenvertretern einen engen Zusammenhang zwischen politischen Rahmenbedingungen, Investitionen und Beschäftigung. Bereits Anfang der 2010er Jahre hatte die Branche einen starken Beschäftigungsanstieg erlebt. Damals erreichten die Investitionen in erneuerbare Energien mit knapp 28 Milliarden Euro pro Jahr einen ersten Höhepunkt, während die Zahl der Beschäftigten auf rund 415.000 anwuchs. Nach Kürzungen von Fördermaßnahmen im Solarbereich und späteren Änderungen bei der Windenergie gingen sowohl Investitionen als auch Beschäftigtenzahlen deutlich zurück.
Beschäftigung im EE-Sektor
Im Jahr 2024 wurden mit 37,5 Milliarden Euro erneut Rekordinvestitionen verzeichnet. Parallel dazu stieg auch die Beschäftigung auf den aktuellen Höchststand. Besonders deutlich zeigte sich die Abhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuletzt bei Wärmepumpen. Nach einem starken Ausbau im Jahr 2023 sank die Zahl der neu installierten Anlagen im Folgejahr deutlich, bevor sie 2025 wieder anzog. Entsprechend schwankten auch die Beschäftigtenzahlen in diesem Segment erheblich.
Warnung vor Reiches Energiepolitik
Im Solarbereich blieb die Beschäftigungsentwicklung hingegen hinter dem Ausbau der installierten Leistung zurück. Als Ursache wird unter anderem genannt, dass Solarmodule inzwischen überwiegend im Ausland produziert werden. Die inländische Fertigung, die vor rund 15 Jahren noch eine bedeutende Rolle spielte, ist weitgehend verschwunden.Mit Blick auf geplante energiepolitische Gesetzesvorhaben warnen Branchenvertreter vor möglichen negativen Folgen für Investitionen und Arbeitsplätze. Sie verweisen auf frühere Erfahrungen, bei denen Änderungen von Förderbedingungen oder Ausbauzielen zu deutlichen Beschäftigungsrückgängen in einzelnen Bereichen der erneuerbaren Energien geführt hatten.
Bemerkenswert ist dabei eine personelle Überschneidung: Maßgeblich mitverantwortlich für den sogenannten Altmaier-Knick, der zehntausende Arbeitsplätze in der Solar-Branche kostete, war neben dem damals zuständigen Minister Peter Altmaier auch die heutige Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche - damals noch in der Funktion einer Staatssekretärin.
Zusammenfassung
- Erneuerbare Energien in Deutschland erzielten einen neuen Rekordwert
- Vierhundertsechsunddreißigtausend Menschen sind in der Branche tätig
- Windenergie bleibt mit großem Abstand der wichtigste Arbeitgeber hier
- Rekordinvestitionen von 37,5 Milliarden Euro stärkten das Wachstum nun
- Frühere politische Änderungen führten einst zu herben Stellenverlusten
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