App für Vorhersagen: Zuckerberg will Polymarket und Co. abkupfern

Meta entwickelt eine neue App für lukrative Vorhersage­märkte, Vorbild sind Plattformen wie Polymarket und Kalshi. Nutzer sollen dort künftig auf den Ausgang von Ereignissen tippen. Der Konzern will damit einen Milliardenmarkt erobern, der rasant wächst.
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Meta plant App für Vorhersagen

Der Social-Media-Konzern Meta entwickelt derzeit unter der internen Bezeichnung Arena eine neue Smartphone-App für sogenannte Vorhersagemärkte. Eine kleine Gruppe von Entwicklern arbeitet im Auftrag von Mark Zuckerberg an einer Plattform, die sich an Vorbildern wie Polymarket und Kalshi orientiert. Nutzer sollen dort auf den Ausgang von allen nur erdenklichen Ereignissen tippen können.

Die Anwendung soll völlig unabhängig von bestehenden Netzwerken wie Facebook, Instagram oder WhatsApp funktionieren. Der Konzern plant jedoch, seine Nutzerbasis von täglich über 3,5 Milliarden aktiven Menschen einzusetzen, um das neue Projekt schnell wachsen zu lassen. Zu Beginn soll Arena auf ein Punktesystem setzen, das an Videospiele erinnert. Der Einsatz von echtem Geld ist vorerst nicht vorgesehen, wird für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen. PolymarketPolymarkt erlaubt Vorhersagen (lies: Wetten) auf so ziemlich alles Wie die New York Times unter Berufung auf anonyme Mitarbeiter berichtet, hat das Vorhaben intern eine hohe Priorität. Vorhersagemärkte verzeichnen aktuell ein stetiges Wachstum. Allein im Jahr 2026 betrug das Handelsvolumen auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket bereits über 130 Milliarden US-Dollar (etwa 114 Milliarden Euro).

Analysten prognostizieren, dass das jährliche Volumen bis zum Ende des Jahrzehnts auf eine Billion Dollar (etwa 875 Milliarden Euro) ansteigen könnte. Für Betreiber bieten solche Plattformen Einnahmequellen, da sie Gebühren für jede platzierte Wette erheben können. Neben Meta zeigen daher auch traditionelle Glücksspielanbieter und Kryptobörsen großes Interesse an dem Segment.

Chancen und Risiken im Wettmarkt

Meta sammelte bereits im Jahr 2020 erste Erfahrungen mit der App Forecast, stellte das Projekt jedoch zwei Jahre später wieder ein. Neben Arena testet der Konzern aktuell weitere Konzepte, darunter eine Anwendung für künstlich erstellte Medien namens Meta Photos.

Der Aufstieg der Prognosemärkte ruft derweil Regulierungsbehörden auf den Plan, u. a. deshalb, weil Kritiker vor der Gefahr des Insiderhandels warnen. Die Sorgen sind berechtigt: In den USA wurde ein Soldat angeklagt, weil er vertrauliche Informationen für Wetten auf die Ergreifung des venezolanischen Präsidenten genutzt haben soll. Zudem klagen verschiedene Bundesstaaten gegen Plattformbetreiber wegen möglicher Verstöße gegen Glücksspielgesetze.

Nutzt ihr Plattformen für Vorhersagen oder bleibt ihr bei klassischen Anlagen? Teilt eure Gedanken zu Metas neuen Plänen direkt unten in den Kommentaren mit uns.

Zusammenfassung
  • Meta entwickelt unter Arena eine neue App für soziale Vorhersagemärkte
  • Nutzer sollen dort spielerisch auf den Ausgang vieler Ereignisse tippen
  • Der Konzern nutzt seine enorme Reichweite für das neue Projektvorhaben
  • Ein Einsatz von echtem Geld ist zum Start vorerst nicht vorgesehen geplant
  • Vorhersagemärkte boomen und ziehen daher verstärkt Regulierungsbehörden an
  • Experten warnen zudem vor Risiken durch Insiderhandel auf den Plattformen

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