EU wird Gerätehersteller zu 5 Jahren Sicherheitsupdates verpflichten

Die EU-Kommission hat heute ihren Entwurf für eine gesetzliche Regelung veröffentlicht, mit der die Sicherheit von elektronischen Systemen verbessert werden soll. Unter anderem werden Hersteller hier zur Aktualisierung von Software verpflichtet.
Update, Sicherheit, Sicherheitslücke, Hacker, Patch, Security, Malware, Angriff, Hack, Linux, Kriminalität, Server, Virus, Schadsoftware, Cybersecurity, Exploit, Cybercrime, Hacking, Hackerangriff, Internetkriminalität, Sicherheitslücken, Darknet, Sicherheitsupdate, Hacker Angriff, Hacker Angriffe, Aktienkurs, Hacken, Attack, Hacks, Cyberangriff, Kurs, Crime, Russische Hacker, Sicherheitslösung, Schädling, Risiko, Cyberwar, China Hacker, Sicherheitsrisiko, Sicherheitsproblem, Cyberattacke
Laut dem Entwurf müssen Unternehmen zukünftig dafür sorgen, dass über die gesamte geplante Nutzungsdauer eines Gerätes hinweg beziehungsweise mindestens fünf Jahre lang Sicherheits-Updates für das Betriebssystem oder die Firmware bereitgestellt werden. Das dürfte insbesondere in den unteren Preissegmenten, in denen die Anbieter niedrige Preise erzielen, indem sie die Kosten für eine Wartung der Software nicht einpreisen, für deutliche Fortschritte sorgen.

"Wir müssen uns darauf verlassen können, dass die Produkte, die im Binnenmarkt angeboten werden, sicher sind", erklärte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Die gesetzlichen Verpflichtungen würden hier ähnlich funktionieren, wie es beispielsweise das CE-Siegel bei Elektroprodukten tut.

Pflicht zur Information

Das kann letztlich bedeuten, dass insbesondere die Geräte in den unteren Preisklassen zukünftig etwas teurer werden. Denn die Hersteller müssen den zusätzlichen Aufwand für die Pflege der Software mit einkalkulieren. Allerdings spart der Verbraucher hier auf lange Sicht - denn für ihn sinkt letztlich das Risiko, dass seine Geräte von Angreifern mit Malware bestückt werden.

Es wird wahrscheinlich trotzdem dabei bleiben, dass die einzelnen Anbieter unterschiedlich intensiv an Patches arbeiten. Daher werden sie mit dem kommenden Gesetzesrahmen auch verpflichtet, die Verbraucher bereits vor dem Kauf - etwa auf der Verpackung - darüber zu informieren, welche Standards sie bei der Bereitstellung von Updates mindestens anlegen. Bis die Nutzer von den neuen Regelungen allerdings etwas bemerken werden, dürften noch Jahre ins Land gehen, denn bis der Entwurf der EU-Kommission von allen Gremien anerkannt und in den Mitgliedsstaaten umgesetzt ist, vergeht bekanntlich viel Zeit.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!