Frankreich: Finanzamt sucht per KI nach Pools in Hausgärten
In Frankreich lassen Steuerbehörden seit einiger Zeit recht erfolgreich Satelliten-Fotos von einem KI-System auswerten, um nicht registrierte Pools auf Grundstücken zu finden. Dies brachte bereits mehrere Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen.
Im Rahmen des Projektes holte man sich Unterstützung beim IT-Dienstleister Capgemini und dem US-Konzern Google, der bei der Entwicklung von Bildanalyse-Tools führend ist. Die Datengrundlage waren Satelliten-Fotos des nationalen Instituts für Geografie und Forstwirtschaft. Auf diese wurde eine KI angesetzt, die Pools in Hausgärten erkennen und die Daten mit den Steuer- und Grundbuch-Unterlagen abgleichen sollte.
Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass in Frankreich die Grundsteuer auf Basis des Mietwertes einer Immobilie errechnet wird. Ein Pool im Garten wertet das Grundstück auf und führt somit zu einer höheren Einstufung bei der Steuerpflicht. Allerdings werden viele Pools nicht angemeldet, wodurch der Hausbesitzer durchaus mehrere hundert Euro im Jahr einsparen kann.
Die Suche hat neben der Fahndung nach Steuerhinterziehung noch einen weiteren Effekt: Auch Frankreich ist im Zuge der Klimakrise immer stärker von Dürren geplagt. Inzwischen kommt es regelmäßig vor, dass große Flüsse wie die Loire im Sommer fast komplett trocken fallen. Auf der anderen Seite haben sich insbesondere während der Coronapandemie zahlreiche Hausbesitzer eigene Pools angeschafft und ziehen so deutlich mehr Wasser aus den Versorgungssystemen als bisher. Hier will der Staat sich die Möglichkeit offenhalten, gegensteuern zu können.
Siehe auch: Superreiche wie Bezos, Musk etc. zahlen kaum oder keine Steuern
Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass in Frankreich die Grundsteuer auf Basis des Mietwertes einer Immobilie errechnet wird. Ein Pool im Garten wertet das Grundstück auf und führt somit zu einer höheren Einstufung bei der Steuerpflicht. Allerdings werden viele Pools nicht angemeldet, wodurch der Hausbesitzer durchaus mehrere hundert Euro im Jahr einsparen kann.
Hilfreich auch bei Dürre
Die automatisierte Auswertung der Satellitenbilder bringt die Finanzbehörden hier aber deutlich voran: Nach Regierungsangaben konnte man seit dem Start des Projektes bereits rund 10 Millionen Euro zusätzlicher Einnahmen verzeichnen, berichtet Le Parisien. Insgesamt seien schon 20.356 Pools ausfindig gemacht worden, die nicht angemeldet waren. Und die Behörden rechnen damit, dass noch sehr viel mehr Funde hinzukommen, denn bisher sind gerade einmal 9 der 96 französischen Metropolregionen analysiert worden.Die Suche hat neben der Fahndung nach Steuerhinterziehung noch einen weiteren Effekt: Auch Frankreich ist im Zuge der Klimakrise immer stärker von Dürren geplagt. Inzwischen kommt es regelmäßig vor, dass große Flüsse wie die Loire im Sommer fast komplett trocken fallen. Auf der anderen Seite haben sich insbesondere während der Coronapandemie zahlreiche Hausbesitzer eigene Pools angeschafft und ziehen so deutlich mehr Wasser aus den Versorgungssystemen als bisher. Hier will der Staat sich die Möglichkeit offenhalten, gegensteuern zu können.
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