Auf einmal haben alle 5G, am Ende war es doch nur ein Softwarefehler
Fast alle O2-Mobilfunkkunden im Nordosten Deutschlands waren auf einmal per 5G angebunden - ein magischer Blitzausbau? Leider nein, Telefónica hatte ein Software-Update vermasselt und damit eine fehlerhafte Anzeige der Netzabdeckung ausgelöst.
Im aktuellen Fall beruft sich Telefónica auf ein Problem bei der Vorbereitung von 5G. "Im Zuge eines Software-Updates kam es am 11. August zu einer fehlerhaften Parameter-Einstellung", zitiert Teltarif die Telefónica-Pressestelle. "Diese hat dafür gesorgt, dass ein Teil der 4G-Basisstationen im Nordosten Deutschlands - inklusive Hessen - über den sogenannten Upper Layer Indicator (ULI) 5G im Display ausweisen." Demnach wurden die falschen Parameter am Mittwoch, dem 17.08. durch Netztechniker korrigiert. Damit stimmt auch wieder die Anzeige in den Handys der Nutzer.
Die Telekom hatte die Nase beim 5G-Ausbau weit vorn und betreibt nach eigenen Angaben 67.000 Antennen, die den neuen Netzstandard unterstützen. Vodafone ist hier mit 34.000 5G-Sendern weit abgeschlagen, auch wenn sich der Ausbau vor allem im letzten Halbjahr deutlich beschleunigt hat. Ein ganz so hohes Tempo ist bei O2 noch nicht gegeben, hier konnte man im Juli den Aufbau der 14.000. 5G-Antenne vermelden, Anfang des Jahres waren es knapp 6.000. Bisher versorgt man hier vornehmlich Ballungsräume.
Siehe auch:
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Bei Software-Updates kann schon mal etwas schiefgehen
O2 baut recht fleißig 5G aus - auch um den Rückstand zu Telekom und Vodafone wettzumachen. Und so ist es für immer mehr O2-Nutzer in Deutschland in den letzten Jahren ein recht normales Bild, dass auch mal 5G in der Verbindungsanzeige auf dem Handy aufleuchtet, wo bisher nur 4G verfügbar war. Wie jetzt Teltarif berichtet, muss diese Anzeige aber nicht immer der tatsächlichen Anbindung entsprechen. Wegen eines Fehlers hat Telefónica Deutschland für fast eine Woche fast im gesamten Nordosten Deutschlands die Abdeckung falsch angezeigt.Im aktuellen Fall beruft sich Telefónica auf ein Problem bei der Vorbereitung von 5G. "Im Zuge eines Software-Updates kam es am 11. August zu einer fehlerhaften Parameter-Einstellung", zitiert Teltarif die Telefónica-Pressestelle. "Diese hat dafür gesorgt, dass ein Teil der 4G-Basisstationen im Nordosten Deutschlands - inklusive Hessen - über den sogenannten Upper Layer Indicator (ULI) 5G im Display ausweisen." Demnach wurden die falschen Parameter am Mittwoch, dem 17.08. durch Netztechniker korrigiert. Damit stimmt auch wieder die Anzeige in den Handys der Nutzer.
Wenige nutzen 5G
Aktuell ist der 5G-Standard den meisten deutschen Mobilfunknutzern laut Umfrage noch ziemlich egal. Das hat gleich mehrere Gründe. Das 4G-Netz liefert für die allermeisten Anwendungen aktuell einen ausreichenden Durchsatz. Überdies ist es aber auch noch die zuverlässige Verfügbarkeit, die 4G für viele zum Netz der Wahl macht. Zu guter Letzt waren und sind 5G-Tarife oft mit höheren Kosten verbunden, deren Nutzen die Kunden aktuell wohl noch nicht sehen. Infografik Umfrage zeigt: 5G-Nutzung spielt in Deutschland kaum eine Rolle
Die Telekom hatte die Nase beim 5G-Ausbau weit vorn und betreibt nach eigenen Angaben 67.000 Antennen, die den neuen Netzstandard unterstützen. Vodafone ist hier mit 34.000 5G-Sendern weit abgeschlagen, auch wenn sich der Ausbau vor allem im letzten Halbjahr deutlich beschleunigt hat. Ein ganz so hohes Tempo ist bei O2 noch nicht gegeben, hier konnte man im Juli den Aufbau der 14.000. 5G-Antenne vermelden, Anfang des Jahres waren es knapp 6.000. Bisher versorgt man hier vornehmlich Ballungsräume.
Siehe auch:
- 5G-Patent: Gericht verbietet iPhone-Import und -Verkauf in Kolumbien
- O2 testet 'unlimitiertes' 5G-Netz mit höchstmöglichem Downstream
- Mehr Daten, 5G-Netz & Unlimited: Vodafone wertet Prepaid-Tarife auf
- Telekom startet 5G im neuen Frequenzbereich - es gibt aber ein Problem
- Telekom liegt bei unabhängigem 5G-Netztest deutlich vor Vodafone & O2
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