Absturz: Nach Umsatzhöhenflug schlägt Nvidia hart auf dem Boden auf

Nvidia war im Umsatzrausch und wurde eis­kalt vom Ein­bruch des Kryp­to­mark­tes er­wischt: Das zei­gen die neu­en Ge­schäfts­zah­len des Un­ter­neh­mens ein­deu­tig. Die ei­ge­ne Um­satz­pro­gno­se kann man nicht an­nä­hernd er­rei­chen, Kun­den sind nach­hal­tig abgeschreckt.

44 Prozent geht der Umsatz bei GeForce zurück

Für die Preise von Grafikkarten gab es in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen nur eine Entwicklung: steil nach oben. Dabei hatten alle Unternehmen den Spielraum, der über der eigentlichen Preisempfehlung gegeben ist, immer weiter versucht auszureizen. In einer Kombination aus Nachfrage aus dem Krypto-Markt und Lieferengpässen durch die Pandemie hatten sich GPUs lange bei echten Mondpreisen eingependelt. Der unausweichliche Umsatzhöhenflug von Nvidia geht mit der Vermeldung der Geschäftszahlen mit einem krachenden Absturz zu Ende.


Wie das Unternehmen laut Heise mitteilt, hat man die selbst vorgenommene Umsatzprognose für das letzte Quartal heftig verfehlt. Demnach konnte das Unternehmen 17 Prozent und damit 1,4 Milliarden US-Dollar weniger in die Kassen spülen als angenommen. Der Schuldige für diesen rasanten Abstieg ist schnell gefunden: mit einem Minus von 44 Prozent innerhalb eines Quartals muss Nvidia rund um seine GeForce-Grafikkarten miserable Werte vermelden.

Nvidia GeForce RTX 4090Nvidia GeForce RTX 4090Nvidia GeForce RTX 4090Nvidia GeForce RTX 4090

Über die eigene Gier gestolpert

Nvidia will in seinen vorläufigen Geschäftszahlen nur von "makroökonomischem Gegenwind" sprechen, der Ablauf scheint als Beobachter aber doch recht klar. Nvidia hatte sich nicht genügend auf ein mögliches Ende des Kryptobooms vorbereitet, dazu kommt die durch hohe Preise immer noch abgewürgte Nachfrage der Privatkunden. Die Folge: Das erste Mal seit Jahren sitzt Nvidia auf vollen Lagern, die sich nicht so leicht leeren lassen - im letzten Quartal beliefen sich die Kosten für die Lagerung alleine auf 1,32 Milliarden US-Dollar.

Die Lösung scheint klar: Nvidia selbst nennt es "Preisgestaltungsprogramme", beim Endkunden drückt sich das in den letzten Wochen über steil fallende Preise bei Grafikkarten aus. Man darf gespannt sein, wie das Unternehmen mit dem riesigen Bestand an RTX 3000-GPUs jetzt weiter umgeht.

Siehe auch: Jetzt verfügbar: WISO Grundsteuer 2022 Schritt für Schritt durch die Erklärung
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