Microsoft knallhart: Activision Blizzard hat keine "Must have"-Spiele
Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Gegenüber Behörden rechtfertigen die Redmonder den geplanten 69-Milliarden-Deal mit dem abwertenden Argument, dass der Entwickler keine echten "Must Have"-Spiele besitzt.
Während sich Sony vom Xbox Game Pass und von einer möglichen Xbox-Exklusivität des Action-Shooters Call of Duty bedroht fühlt, äußert sich Microsoft gegenüber der neuseeländischen Handelskommission fast schon abwertend zum Spiele-Portfolio von Activision Blizzard. In den öffentlich einsehbaren Dokumenten gibt man zu verstehen, dass es "nichts Einzigartiges" an den Titeln des Studios geben würde und keines der Spiele als "Must-have" gilt, vor dem sich Konkurrenten fürchten müssten.
Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Gleichzeitig rechtfertigt Microsoft die geplante Übernahme damit, dass selbst nach einer Fusion eine überwiegende Mehrheit der Spiele von anderen Unternehmen entwickelt wird. Namentlich werden hier Sony, Nintendo, EA und Take-Two aufgeführt. Die abwertenden und voraussichtlich nur taktischen Äußerungen erscheinen seltsam, schließlich ist Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard und Franchise wie Call of Duty, Overwatch, Diablo, World of Warcraft, Starcraft und Co. satte 69 Milliarden US-Dollar wert.
Bisher gab Microsoft jedoch an, dass man den Status quo und das Multi-Plattform-Konzept Activision Blizzards dauerhaft aufrechterhalten wird. Schließlich dürften die Redmonder einen Großteil der Einnahmen mit Spiele- und Ingame-Verkäufen erwirtschaften, während die Konsolen-Hardware meist mit einem Minusgeschäft verbunden ist. Der Playstation-Community den Rücken zuzukehren, wäre somit wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Siehe auch:
Gleichzeitig rechtfertigt Microsoft die geplante Übernahme damit, dass selbst nach einer Fusion eine überwiegende Mehrheit der Spiele von anderen Unternehmen entwickelt wird. Namentlich werden hier Sony, Nintendo, EA und Take-Two aufgeführt. Die abwertenden und voraussichtlich nur taktischen Äußerungen erscheinen seltsam, schließlich ist Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard und Franchise wie Call of Duty, Overwatch, Diablo, World of Warcraft, Starcraft und Co. satte 69 Milliarden US-Dollar wert.
Sony versucht Übernahme zu verhindern
Die Japaner schätzen die Situation ebenfalls anders ein und konfrontieren die brasilianische Aufsichtsbehörde mit dem Argument, dass Titel wie Call of Duty lediglich mit Budgets von mehreren hundert Millionen Dollar realisiert werden könnten. Aufgrund dieser hohen Kosten soll es für Sony nahezu unmöglich sein, den Erfolgsgarant bei einem Rückzug von der Playstation 4 (PS4) und Playstation 5 (PS5) zu ersetzen. Zudem sieht man seine Konsolenverkäufe bedroht, sollten Fans des Franchise zur Xbox Series X|S wechseln.Bisher gab Microsoft jedoch an, dass man den Status quo und das Multi-Plattform-Konzept Activision Blizzards dauerhaft aufrechterhalten wird. Schließlich dürften die Redmonder einen Großteil der Einnahmen mit Spiele- und Ingame-Verkäufen erwirtschaften, während die Konsolen-Hardware meist mit einem Minusgeschäft verbunden ist. Der Playstation-Community den Rücken zuzukehren, wäre somit wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Siehe auch:
- Schlüsselloch: Hinter den Kulissen bei Microsofts Activision Blizzard-Deal
- Activision Blizzard: Aktionäre stimmen für Übernahme durch Microsoft
- Microsoft wird Activision Blizzard-Gewerkschaft nicht blockieren
- Activision Blizzard schiebt Gesetzesbruch dreist auf den Microsoft-Deal
- Warren Buffett kauft Activision-Aktien für 1 Mrd. $ - kurz vor Übernahme
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