Activision Blizzard schiebt Gesetzesbruch dreist auf den Microsoft-Deal
Mit der Übernahme durch Microsoft soll bei Activision Blizzard eine bessere Firmenkultur Einzug halten, aktuell klammert sich das Unternehmen noch an alte Muster. Der Deal sei schuld, dass man die vom Gesetz vorgeschriebene Frauenquote nicht einhält - eine offensichtliche Ausrede.
Die offizielle Begründung für dieses Versäumnis: Komplikationen, die durch die Übernahme durch Microsoft verursacht worden seien. Im letzten Jahr habe man damit begonnen, "Vorstellungsgespräche mit potenziellen zusätzlichen weiblichen Direktoren" zu führen. "Da jedoch die derzeitigen Direktoren des Unternehmens bei Vollzug der geplanten Transaktion mit Microsoft nicht mehr im Board of Directors vertreten sein würden, konnten wir den Prozess nicht im Jahr 2021 abschließen", so das Unternehmen.
Activision Blizzard gibt sich in seiner Erklärung damit nicht besonders viel Mühe, die Unfähigkeit zur Erfüllung der Vorschrift wirklich zu begründen. Nach allen bisher bekannten Informationen waren die Übernahmegespräche mit Microsoft im zweiten Halbjahr 2021 gestartet - also lange, nachdem das Gesetz erlassen und dem Konzern bekannt geworden war. Aktuell ist noch nicht bekannt, wie die kalifornischen Behörden hier reagieren werden.
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Activision Blizzard ist sich nach altem Stil keiner Schuld bewusst
Es ist schon eine recht dreiste "Entschuldigung", die Activision Blizzard aktuell gegenüber den Behörden in Kalifornien vorbringt. Per kalifornischem Gesetz war das Unternehmen eigentlich dazu verpflichtet, bis Ende 2021 mindestens drei Frauen in seinen Vorstand zu berufen. Wie Axios berichtet, hatte Activision Blizzard in seinem Jahresbericht für 2021 eingestanden, dass man die entsprechende kalifornisches Vorschrift nicht eingehalten hat und weiter nur zwei Frauen Mitglieder des Vorstandes sind.Die offizielle Begründung für dieses Versäumnis: Komplikationen, die durch die Übernahme durch Microsoft verursacht worden seien. Im letzten Jahr habe man damit begonnen, "Vorstellungsgespräche mit potenziellen zusätzlichen weiblichen Direktoren" zu führen. "Da jedoch die derzeitigen Direktoren des Unternehmens bei Vollzug der geplanten Transaktion mit Microsoft nicht mehr im Board of Directors vertreten sein würden, konnten wir den Prozess nicht im Jahr 2021 abschließen", so das Unternehmen.
Sehr fadenscheinig
Prinzipiell klingt schon diese Erläuterung etwas fadenscheinig, mit einem genauen Blick auf die zugrundeliegende Vorschrift kann man die Erläuterungen ganz klar als Versuch bezeichnen, eigenes Fehlverhalten in der Vergangenheit mit einem zeitlich nicht passenden Ereignis zu begründen. Das Gesetz, das zur Einhaltung der Frauenquote in Vorständen verpflichtet, ist seit Januar 2019 in Kraft. Damit hatte das Unternehmen drei Jahre Zeit, der Vorschrift nachzukommen.Activision Blizzard gibt sich in seiner Erklärung damit nicht besonders viel Mühe, die Unfähigkeit zur Erfüllung der Vorschrift wirklich zu begründen. Nach allen bisher bekannten Informationen waren die Übernahmegespräche mit Microsoft im zweiten Halbjahr 2021 gestartet - also lange, nachdem das Gesetz erlassen und dem Konzern bekannt geworden war. Aktuell ist noch nicht bekannt, wie die kalifornischen Behörden hier reagieren werden.
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