Schlüsselloch: Hinter den Kulissen bei Microsofts Activision Blizzard-Deal

Es ist der größte Deal der Gaming-Geschichte und für Microsoft eine der wichtigsten Übernahmen: Der Activision Blizzard-Deal. Jetzt spricht ein wichtiger Manager über die Herausforderungen, die zwischen Washington und Brüssel warten - und darüber, wie es vorangeht.
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Wann darf Microsoft fast 70 Milliarden für Activision Blizzard auf den Tisch legen

Große Übernahmen scheinen sich manchmal nur wie im Schneckentempo vorwärtszubewegen. Schließlich ist es nicht einfach damit getan, die entsprechende Summe auf ein Konto zu überweisen und das Geschäft ist erledigt. Aufsichtsräte und Aktionäre müssen überzeugt, Regulierungsbehörden und Regierungen beschwichtigt werden, um wirklich grünes Licht zu erhalten. Desto größer das Geschäft, desto schwieriger dieser Prozess. In einem Interview mit der belgischen Zeitung L'Echo (via WCCFTech) hat Brad Smith, Präsident und stellvertretender Vorsitzender von Microsoft, jetzt einen kleinen Blick hinter die Kulissen gewährt. Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-GeschäfteActivision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte

Brad kann alle, die sich bei der Übernahme von Activision Blizzard mehr Tempo wünschen würden, nur enttäuschen. Denn für die Größe des Geschäfts läuft es nach seiner Ansicht hinter verschlossener Tür mit dem Fortschritt doch recht rund: "Es geht schnell, zumindest schnell genug für eine Übernahme dieser Größenordnung." Einer der Bremsklötze: Microsoft hat sowohl aus Washington als auch aus Brüssel und London Anfragen erhalten, die man jetzt erst einmal mit "Briefings und der Bereitstellung von Informationen" befriedigen muss. Activision Blizzard: Geschäftszahlen 2021Die wichtigste Geldquelle bei Activision Blizzard: In-Game-Angebote

Anfang der Mitte

Doch wo genau steckt man jetzt im Prozess? Der Microsoft Präsident verweist hier auf eine recht humorige Aussage seines Juristen-Teams: "Wir sind am Ende des Anfangs angelangt und stehen nun am Anfang der Mitte."

Jetzt gelte es zunächst alle Fragen zu beantworten, die Regierungen und Regulierungsbehörden an Microsoft richten. "Für uns ist es natürlich umso besser, je schneller es erledigt ist, aber wir werden den Prozess respektieren", so Brad. Das aktuell anvisierte Ziel für den Abschluss der Übernahmen: Die erste Hälfte 2023.

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