Echte Auswahl bei Amazon? Shoppingriese gibt dem Druck der EU nach
Der weltweit größte Online-Versender will auf Druck der EU eine Reihe von Zugeständnissen machen, um die Wettbewerbshüter zu besänftigen. Dazu gehört, dass man den Kunden künftig mehr Auswahl bieten will und außerdem mehr Daten mit Konkurrenten teilen wird.
Wie die Financial Times berichtet, hat sich Amazon mit der EU darauf geeinigt, einige Maßnahmen zu ergreifen, mit denen man auf das Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission reagieren will. Die Ermittlungen begannen bereits vor drei Jahren, weil Amazon mit seinem Marketplace für Drittanbieter angeblich kleinere Wettbewerber benachteiligt.
Im Rahmen eines sogenannten Markttests, der wohl in der nächsten Woche bekanntgegeben wird, sollen die von Amazon vorgeschlagenen Änderungen zunächst erprobt werden, bevor dann im Herbst oder Winter eine endgültige Einigung mit den EU-Wettbewerbshütern bevorstehen dürfte. Amazon passt dabei unter anderem die Darstellung von Produkten auf seinen Seiten an.
Künftig sollen die Produkte von Drittanbietern leichter zugänglich gemacht werden, so dass die Kunden häufiger beim Stöbern auf sie stoßen dürften. Amazon kann durch eine Einigung mit der EU heftige Strafen vermeiden, denn bei einer drohenden Verurteilung könnten Zahlungen in Höhe von bis zu 10 Prozent der weltweiten jährlichen Umsätze des Konzerns fällig werden.
Amazon gerät immer wieder mit den Wettbewerbsbehörden in Konflikt, so dass neben dem hier beschriebenen Verfahren auch noch einige andere Baustellen bestehen. So hatte das Bundeskartellamt erst vor kurzem verlauten lassen, dass Amazon sich aufgrund seiner Marktmacht einer stärkeren Regulierung unterwerfen müsse als kleinere Mitbewerber.
In Großbritannien wurde jetzt außerdem ein neues Ermittlungsverfahren gestartet, weil die dortige Wettbewerbsaufsicht herausfinden will, ob Amazon Prime möglicherweise gegen geltendes Recht verstößt.
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Im Rahmen eines sogenannten Markttests, der wohl in der nächsten Woche bekanntgegeben wird, sollen die von Amazon vorgeschlagenen Änderungen zunächst erprobt werden, bevor dann im Herbst oder Winter eine endgültige Einigung mit den EU-Wettbewerbshütern bevorstehen dürfte. Amazon passt dabei unter anderem die Darstellung von Produkten auf seinen Seiten an.
Priorisierung Amazon-eigener Produkte wird verringert
Für die Konsumenten, die auf Amazons Shopping-Plattform Produkte kaufen wollen, bedeutet die vorläufige Einigung mit der EU wohl vor allem, dass sie künftig mehr Auswahl geboten bekommen. Einer der Hauptkritikpunkte ist nämlich, dass Amazon seine eigenen Produkte bei der Präsentation auf seinem Portal bevorteilt und leichter auffindbar macht.Künftig sollen die Produkte von Drittanbietern leichter zugänglich gemacht werden, so dass die Kunden häufiger beim Stöbern auf sie stoßen dürften. Amazon kann durch eine Einigung mit der EU heftige Strafen vermeiden, denn bei einer drohenden Verurteilung könnten Zahlungen in Höhe von bis zu 10 Prozent der weltweiten jährlichen Umsätze des Konzerns fällig werden.
Amazon gerät immer wieder mit den Wettbewerbsbehörden in Konflikt, so dass neben dem hier beschriebenen Verfahren auch noch einige andere Baustellen bestehen. So hatte das Bundeskartellamt erst vor kurzem verlauten lassen, dass Amazon sich aufgrund seiner Marktmacht einer stärkeren Regulierung unterwerfen müsse als kleinere Mitbewerber.
In Großbritannien wurde jetzt außerdem ein neues Ermittlungsverfahren gestartet, weil die dortige Wettbewerbsaufsicht herausfinden will, ob Amazon Prime möglicherweise gegen geltendes Recht verstößt.
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