Die Girocard wird es nicht mehr ewig geben - Alternativen sind aber rar
Die Deutschen werden sich damit abfinden müssen, sich demnächst von ihrer beliebtesten Karte zum Bezahlen verabschieden zu müssen. Die Girocard ist ein Auslaufmodell und dürfte in ihrer bisherigen Form bald komplett verschwinden.
Die Banken und Sparkassen suchen entsprechend nach Alternativen. Einige sehen die Zukunft darin, dass auch hierzulande nur noch Kreditkarten zum Einsatz kommen. Allerdings ist das nicht gerade im Interesse der meisten Finanzhäuser, da so im Grunde keine Transaktion mehr ohne Beteiligung US-amerikanischer Unternehmen stattfinden könnten.
Das Kernproblem besteht darin, dass der Kreditkarten-Konzern Mastercard seine Maestro-Funktion einstellen wird, die bisher fest mit der Girocard verbunden ist. Damit würde die Nutzbarkeit der Girocard in der Praxis reduziert und früher oder später würden die Verbraucher wohl komplett zu den inzwischen immer weiter verbreiteten Kreditkarten wechseln.
Allerdings will man natürlich vor allem weg von der Abhängigkeit von US-Anbietern. Denn diese haben in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie recht willkürlich agieren, wenn Vorgänge, die in anderen Gegenden der Welt völlig in Ordnung sind, gegen die gesetzlichen oder moralischen Vorstellungen in den USA verstoßen. So könnte die Maestro-Funktion perspektivisch von der 2020 gestarteten European Payments Initiative (EPI) ersetzt werden. Allerdings lässt sich aktuell noch nicht sagen, wann genau es von dieser eine Lösung gibt, die von den europäischen Banken breit unterstützt wird.
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Das Kernproblem besteht darin, dass der Kreditkarten-Konzern Mastercard seine Maestro-Funktion einstellen wird, die bisher fest mit der Girocard verbunden ist. Damit würde die Nutzbarkeit der Girocard in der Praxis reduziert und früher oder später würden die Verbraucher wohl komplett zu den inzwischen immer weiter verbreiteten Kreditkarten wechseln.
Kombination und Eigenlösung
Bei der Sparkasse bereitet man sich hingegen auf das Meastro-Ende vor, indem die Kreditkarten-Funktion von Mastercard in die hauseigenen Girocards integriert wird. Auch Visa könnte hier in absehbarer Zeit folgen. Das würde zumindest die meisten Nutzer bei der Girocard halten können, denn das Bezahlen im Ausland und bei Online-Angeboten wäre weiterhin gut möglich.Allerdings will man natürlich vor allem weg von der Abhängigkeit von US-Anbietern. Denn diese haben in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie recht willkürlich agieren, wenn Vorgänge, die in anderen Gegenden der Welt völlig in Ordnung sind, gegen die gesetzlichen oder moralischen Vorstellungen in den USA verstoßen. So könnte die Maestro-Funktion perspektivisch von der 2020 gestarteten European Payments Initiative (EPI) ersetzt werden. Allerdings lässt sich aktuell noch nicht sagen, wann genau es von dieser eine Lösung gibt, die von den europäischen Banken breit unterstützt wird.
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Christian Kahle
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