Microsoft kann auch Selbstkritik, Behörden mit 'berechtigten Bedenken'
Microsoft steht regelmäßig im Fokus von Wettbewerbsbehörden und früher war es undenkbar, dass die Redmonder von sich aus einen Fehler zugeben. Doch mittlerweile ist man sogar zu Selbstkritik in der Lage, das kann man auch aktuell bei Aussagen von Brad Smith gut sehen.
Microsoft, der skrupellose Monopolist, der überall die Schuld sucht, außer bei sich selbst. Das ist ein Image, das sich bis heute hält, doch das nicht mehr viel mit der Realität zu tun hat - jedenfalls nicht im selben Ausmaß. Denn das Microsoft von 2022 versucht zwar nach wie vor, das Optimum für sich herauszuholen, wenn man aber mal danebengreift, dann gibt man das auch durchaus offen zu.
Das hat Microsoft Wettbewerbsuntersuchungen der EU sowie auch britischer Behörden eingebracht. Und gegenüber Bloomberg gab sich Brad Smith auch selbstkritisch: "Es gibt definitiv einige berechtigte Bedenken. Es ist sehr wichtig für uns, mehr zu erfahren und dann einige Änderungen vorzunehmen."
Smith gab auch zu, dass es "unerwünschte Folgen" dieser Geschäftsstrategie gegeben habe und meinte, dass Microsoft "besonders auf die unbeabsichtigten Auswirkungen auf europäische Cloud-Anbieter achten" sollte. Microsoft sollte "sehr daran interessiert" sein, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten und "ihre Anliegen wirklich anzuhören und besser zu verstehen".
Die Selbstkritik hat aber auch durchaus Grenzen, denn gleichzeitig meinte Smith auch, dass Amazon und Google nichts daran hindere, vergleichbare Rabatte anzubieten. Allerdings erwähnt Smith nicht, dass die Dominanz von Office hierbei ein wichtiger Schlüssel ist.
Rabatte bei Microsoft-Bundles
Aktuell hat sich Microsoft President Brad Smith zu den jüngsten Wettbewerbsuntersuchungen geäußert, konkret geht es um Vorwürfe im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkten. Genauer gesagt geht es um Rabatte, die Unternehmen bekommen bzw. bekommen haben, wenn sie sich für Pakete mehrerer Microsoft-Produkte und -Dienste entscheiden. In anderen Fällen müssen Kunden sogar mehr bezahlen, wenn sie Microsoft-Produkte nicht mit Azure, sondern anderen Anbietern wie Amazons AWS oder Google Cloud nutzen wollen. Infografik: Amazon ist die Nummer 1 in der Cloud
Das hat Microsoft Wettbewerbsuntersuchungen der EU sowie auch britischer Behörden eingebracht. Und gegenüber Bloomberg gab sich Brad Smith auch selbstkritisch: "Es gibt definitiv einige berechtigte Bedenken. Es ist sehr wichtig für uns, mehr zu erfahren und dann einige Änderungen vorzunehmen."
Smith gab auch zu, dass es "unerwünschte Folgen" dieser Geschäftsstrategie gegeben habe und meinte, dass Microsoft "besonders auf die unbeabsichtigten Auswirkungen auf europäische Cloud-Anbieter achten" sollte. Microsoft sollte "sehr daran interessiert" sein, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten und "ihre Anliegen wirklich anzuhören und besser zu verstehen".
Die Selbstkritik hat aber auch durchaus Grenzen, denn gleichzeitig meinte Smith auch, dass Amazon und Google nichts daran hindere, vergleichbare Rabatte anzubieten. Allerdings erwähnt Smith nicht, dass die Dominanz von Office hierbei ein wichtiger Schlüssel ist.
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