Microsoft warnt: Flexible Arbeit schafft Potenzial für "24/7-Arbeitstag"

Der Redmonder Konzern hat viel Software im Angebot, die in der Arbeit zum Einsatz kommt, doch auch abgesehen von Teams und Co. macht sich Microsoft Gedanken zur Zukunft der Arbeit. Und das Unternehmen warnt, dass zu viel Remote-Flexibilität auch Risiken mit sich bringt.
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Man muss es kaum noch erwähnen, weil viele Menschen, die die Möglichkeit hatten und haben, in den vergangenen Jahren teilweise oder ganz ins Homeoffice übergesiedelt sind. Grund dafür war natürlich die Pandemie, sie hat bisherige Beschäftigungsmodelle vielfach auf den Kopf gestellt.

Davon hat zwar auch Microsoft profitiert, der Redmonder Konzern hat sich aber auch schon vor Corona intensiv mit neuen hybriden Arbeitsmodellen beschäftigt. Microsoft Deutschland etwa hat bereits 2014 die Anwesenheitspflicht in Büros abgeschafft und seinen Angestellten viel Freiheit in Sachen Arbeitsplatz und auch -zeit gegeben.

Doch die Pandemie hat die Karten ein Stück weit neu gemischt, denn während der letzten zwei Jahre konnten die Unternehmen keine "organischen" flexiblen Modelle entwickeln. Und mit den aktuellen Entwicklungen beschäftigt sich nun auch eine gerade veröffentlichte Microsoft-Studie, diese trägt den Titel Great Expectations: "Making Hybrid Work Work", also so viel (minus Wortspiel) wie "Große Erwartungen: Hybride Arbeit zum Erfolg führen".

Zu viel Flexibilität hat auch Nachteile

Hierfür wurden rund 31.000 Arbeitnehmer unterschiedlicher Unternehmen auf der ganzen Welt analysiert, und zwar u. a. mit Hilfe von anonymisierten Daten diverser Bestandteile von Microsoft Office 365. Und eine Erkenntnis ist, dass sich der durchschnittliche Arbeitstag zuletzt stark verlängert hat, nämlich um 13 Prozent bzw. 46 Minuten.

Microsoft möchte diese neue Arbeitsrealität unterstützen, warnt aber auch vor der Kehrseite der Flexibilität: "Es ist eine steigende Flut, die unserer Meinung nach nicht nachhaltig ist", sagt Microsoft Corporate Vice President Jared Spataro dazu. In einem Blogbeitrag schreibt er: "Manager müssen neue Normen schaffen und Grenzen setzen, um einen 24/7-Arbeitstag zu verhindern."

Denn die wöchentliche Zeit, die der durchschnittliche Teams-Nutzer in Meetings verbringt, ist seit März 2020 um 252 Prozent gestiegen, und die Arbeit nach Feierabend und am Wochenende hat um 28 Prozent bzw. 14 Prozent zugenommen.

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