Ukraine-Krieg: Russland geht bald der Server-Speicher aus

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat zu drastischen Sank­tio­nen des Westens gegen Präsident Putin und die Wirt­schaft des Lan­des geführt. Weil auch immer mehr Cloud-An­bie­ter ab­wan­dern, geht Russland jetzt laut Medienberichten der Ser­ver-Spei­cher­platz aus.
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Wie die russische Zeitung Kommersant unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Regierung berichtet, fehlt es in Russland mittlerweile vielerorts an Speicherplatz für Daten im eigenen Land. Sowohl bei Servern als auch bei anderen wichtigen IT-Systemen laufen die Speicher voll, so dass man nun händeringend nach Auswegen sucht.

Nur noch Speicher für ein bis zwei Monate auf Servern im Inland

Laut dem Bericht gab es in der letzten Woche ein Treffen des Ministeriums für Digitale Transformation mit Vertretern diverser großer IT-Unternehmen, darunter die Provider Rostelecom und MTS, der Internetkonzern Yandex und der Finanzkonzern Sberbank. Hintergrund ist angeblich der Rückzug diverser ausländischer Anbieter von Cloud-Storage.

Google, Amazon und weitere Firmen aus den USA und anderen Ländern hatten sich als Konsequenz aus dem Angriffskrieg der russischen Regierung gegen die Ukraine aus Russland zurückgezogen und dabei auch ihre Dienste für Unternehmen und Behörden aufgekündigt. Aus diesem Grund soll es nur noch rund einen bis zwei Monate dauern, bis kein Speicherplatz auf Cloud-Servern innerhalb Russlands mehr verfügbar sein wird.

Um das Problem zu lösen, versucht Russland offenbar auch Server aus dem Ausland zu importieren. So sollen zwei LKW-Ladungen mit Server-Systemen eines ausländischen Herstellers bereits eingeführt worden, aber von dem nicht genannten Anbieter nicht an den Abnehmer übergeben worden sein. Wer dieser Lieferant ist, ist derzeit noch unklar. Eine Möglichkeit wäre Huawei, doch der chinesische Konzern hatte zumindest nach eigenen Angaben vor kurzem seine Lieferungen nach Russland bis Ende März ausgesetzt.

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