Im Explorer: Microsoft experimentiert wieder mit Windows-Werbung

Microsoft versucht sich immer wieder an "Werbung", die in Windows oder einer App auftaucht. Meist handelt es sich dabei um Eigenwerbung, doch auch diese ist bei Anwendern höchst ungern gesehen, ja verhasst. Nun könnte es wieder soweit sein, nämlich im Explorer.
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Bei Windows 10 tauchte Werbung an so mancher Stelle des Betriebssystems auf, diese tauchte mal im Einstellungsmenü auf, mal als Popup über die bzw. der Taskleiste. Auch so manche Anwendung, darunter die im Betriebssystem integrierte Mail-App, war Ziel solcher "Reklame". Freilich: Die Redmonder warben dort nicht für Waschmittel oder Autos, sondern in der Regel für eigene Produkte, etwa für den Umstieg auf den Browser Edge.

Hinzu kam, dass sich diese Produkthinweise in der Regel auch einfach ausschalten ließen. Doch die Reaktion war dennoch immer dieselbe, nämlich kategorische Ablehnung bzw. Befremden der Nutzer. Seit Windows 11 ist es darum aber still geworden, es schien, als hätte sich Microsoft die Kritik zu Herzen genommen. Doch offenbar wird dieses "Feature" auch in der neuesten Version des Betriebssystems ein sicherlich umstrittenes Comeback feiern.

A/B-Test und nicht beschlossene Sache

Denn der Windows-Insider-MVP Florian B veröffentlichte auf Twitter einen Screenshot des Datei-Explorers, darauf ist ein Hinweis zu sehen, der für den Microsoft Editor wirbt. Dabei erscheint zwischen Adresszeile bzw. Navigationszeile und den Ordnern der folgende Satz: "Mit den fortschrittlichen Schreibvorschlägen von Microsoft Editor schreiben Sie sicher in Dokumenten, E-Mails und im Internet." Rechts davon ist ein Button zu "Mehr erfahren" zu finden. Wie Florian gegenüber OnMSFT bestätigte, ist dieser Hinweis im aktuellen Windows Insider Dev Channel Build 22572.100 aufgetaucht.

Diese Eigenwerbung war offenbar auch kein Einzelfall, denn andere Anwender haben ähnliche Hinweise für PowerPoint-Vorlagen auf der Office-Seite bekommen. Das Ganze dürfte derzeit aber "nur" ein A/B-Test sein, es ist also nicht sicher, ob Microsoft das tatsächlich auf die Öffentlichkeit loslässt.

Nachtrag 15. März: Microsoft-Manager Brandon LeBlanc hat sich zu der Werbung im Explorer geäußert.

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