Deus Ex-Schöpfer Warren Spector hält Hype um NFTs für "lächerlich"

Er war für die Cyberpunk-Hits System Shock und Deus Ex mit- bzw. hauptverantwortlich und nicht nur deshalb ist Warren Spector einer der bekanntesten Entwickler in der Branche. Er kennt sich sicherlich bestens mit Zukunftsszenarien aus. NFTs hält er allerdings für "lächerlich". So genannte Non Fungible Tokens (NFTs) sind seit einiger Zeit ein riesiges Thema in der Digital- und Kunstszene, denn damit lassen sich vereinfacht gesagt - mit Hilfe von Blockchain-Technologie - einzigartige digitale Kunstwerke erschaffen. Doch am Sinn und Hype, der rund um NTFs herrscht, gibt es auch viel Kritik und zu den Skeptikern hat sich nun auch Warren Spector gesellt.

Der Deus Ex-Vater hat in einem Gespräch mit VentureBeat diese Technologie bzw. deren Einsatz scharf kritisiert, auch wenn er, wie er meint, dafür "Ärger bekommen" und ihm manche Leute "die Hölle heiß machen" werden: "NFTs sind lächerlich. Ich verstehe nicht, warum jemand auf diesen Zug aufspringen will. Das Eigentum an virtuellen Gütern, die sofort in unbegrenzter Menge reproduziert werden können. Wer hält das für eine gute Idee?"


Metaverse könnte kommen, aber erst irgendwann einmal

Das zweite "heiße" Thema dieser Tage ist das Metaverse, auch das ist in Cyberpunk-Literatur und -Filmen ein in der einen oder anderen Form zentrales Thema. Hier ist Spector nicht ganz so skeptisch, jedenfalls auf lange Sicht gesehen: "Das Metaversum, sicher, vielleicht eines Tages, aber ehrlich gesagt wird das lange nach meinem Tod sein. Darüber bin ich froh. Ich lebe gerne in der realen Welt."

Er erläutert auch, was ihn am Metaversum in seiner derzeitigen oder baldigen Form stört: Es ist unpraktisch. "Ich finde es nicht besonders gut, ein Headset aufzusetzen und virtuell mit anderen Menschen zu interagieren, ohne zu wissen, ob nicht vielleicht meine Frau mit einem Baseballschläger hinter mir auftaucht - das gefällt mir einfach nicht."

Er sieht auch keinen Grund, seine Einstellung zu ändern: "Es ist ja nicht so, dass man sich die aktuelle Social-Media-Landschaft anschauen und sagen kann: 'Hey, das ist großartig!' Ich war seit zwei oder drei Jahren nicht mehr in den sozialen Medien. Ich habe es einfach aufgegeben. Ich hatte genug von den Leuten, die mir Kummer machten, genug von der Zeit, die ich damit verbrachte. Es hat nichts zu meinem Leben beigetragen."
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