Russland stoppt Lieferungen von Raketen-Triebwerken an die USA
Russland versucht die umfassenden Sanktionen mit eigenen Lieferstopps zu kontern. Die Raumfahrtagentur Roskosmos teilte mit, dass man als Reaktion auf das Embargo ab sofort keine Raketen-Triebwerke mehr in die USA liefern werde.
"In einer solchen Situation können wir den Vereinigten Staaten nicht die besten Raketentriebwerke der Welt liefern. Sollen sie doch mit etwas anderem fliegen, mit ihren Besenstielen, ich weiß nicht was", sagte Roskosmos-Chef Dmitry Rogozin laut eines Reuters-Berichtes im staatlichen russischen Fernsehen.
Es geht hierbei um Triebwerke des Typs RD-180. Diese werden von Russland seit den 1990er Jahren auch in die USA verkauft. Insgesamt lieferte man seitdem 122 Stück, von denen 98 bereits in den großen Atlas-Raketen der NASA zum Einsatz kamen. Die NASA verbaut die RD-180 in den Atlas III-Launchern, die als Übergangslösung zur aktuellen Spitzenklasse Atlas V entwickelt wurden und noch immer zum Einsatz kommen, wenn größere Lasten in den Orbit gebracht werden sollen.
Auch die Kooperation Russlands mit der europäischen Raumfahrt liegt auf Eis. Das bedeutet, dass vom Startplatz in Kourou in Französisch-Guayana vorerst keine Sojus-Trägerraketen mehr starten werden. Diese kaufte man bisher bei den Russen ein, um mittlere Nutzlasten, für die die aktuellen Ariane-Systeme zu groß sind, in den Orbit zu befördern.
Auch von Seiten der westlichen Raumfahrt-Organisationen hatte man die verschiedenen Kooperationen mit den russischen Kollegen aufgrund des Angriffs auf die Ukraine bereits eingestellt. Lediglich bezüglich der Raumstation ISS läuft die Zusammenarbeit derzeit weiter.
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Es geht hierbei um Triebwerke des Typs RD-180. Diese werden von Russland seit den 1990er Jahren auch in die USA verkauft. Insgesamt lieferte man seitdem 122 Stück, von denen 98 bereits in den großen Atlas-Raketen der NASA zum Einsatz kamen. Die NASA verbaut die RD-180 in den Atlas III-Launchern, die als Übergangslösung zur aktuellen Spitzenklasse Atlas V entwickelt wurden und noch immer zum Einsatz kommen, wenn größere Lasten in den Orbit gebracht werden sollen.
Sojus fliegt nicht mehr von Kourou
Somit verfügt man in den USA derzeit auch noch über 24 Triebwerke. Allerdings ist unklar, ob diese ohne Weiteres zum Einsatz gebracht werden können. Denn wie Rogozin ausführte, werden auch keine russischen Techniker bei deren Einbau und Konfiguration helfen. Ob die Ingenieure der NASA inzwischen gut genug im Umgang mit den Triebwerken geschult sind, um sie selbst einsetzen zu können, ist unklar.Auch die Kooperation Russlands mit der europäischen Raumfahrt liegt auf Eis. Das bedeutet, dass vom Startplatz in Kourou in Französisch-Guayana vorerst keine Sojus-Trägerraketen mehr starten werden. Diese kaufte man bisher bei den Russen ein, um mittlere Nutzlasten, für die die aktuellen Ariane-Systeme zu groß sind, in den Orbit zu befördern.
Auch von Seiten der westlichen Raumfahrt-Organisationen hatte man die verschiedenen Kooperationen mit den russischen Kollegen aufgrund des Angriffs auf die Ukraine bereits eingestellt. Lediglich bezüglich der Raumstation ISS läuft die Zusammenarbeit derzeit weiter.
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Christian Kahle
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