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Russland versucht Satellitenanbieter OneWeb zu erpressen und scheitert
Oneweb, ein Satellitenunternehmen mit ganz ähnlichen Plänen wir SpaceX mit Starlink, hat Russlands offensichtliche Erpressungsversuche zurückgewiesen und wird nicht mehr auf russische Raketen setzen. Die Satelliten, die in Baikonur auf ihren Start warten, sind wohl verloren.
OneWeb wird nicht mehr aus Baikonur starten
Roskosmos Generaldirektor Dmitri Rogosin hatte nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine erklärt, man werde den geplanten Start von OneWeb am 4. März jetzt an Bedingungen knüpfen. Das Unternehmen solle eine Garantie abgegeben, dass das geplante Netzwerk nicht für militärische Zwecke genutzt würde. Darüber hinaus solle sich die britische Regierung unverzüglich als Anteilseigner aus dem Unternehmen zurückziehen. Roskosmos hatte die Forderungen erst ausgesprochen, als die Sojus-Rakete bereits mit 36 OneWeb-Satelliten an Bord zur Startrampe gerollt war.
Für OneWeb ergibt sich aber neben des jetzt unklaren Weges seiner Satelliten ins All noch ein weiteres Problem. Die Hardware des Unternehmens wird zwar in Florida im Rahmen eines Joint Ventures mit Airbus gebaut, die Antriebe der Satelliten werden aber von dem russischen Unternehmen Fakel importiert. Unklar ist aktuell, ob genügend Triebwerke gelagert sind oder es auch hier zu Verzögerungen kommen kann.
Der Roskosmos-Chef Rogosin übt sich währenddessen in politisierten Kommentaren. Er teilt ein Video der Startrampe mit der Unterschrift: "Die Raketentechniker in Baikonur haben beschlossen, dass unsere Rakete ohne die Flaggen einiger Länder schöner aussehen würde." Zuvor hatte er erklärt, dass Russland sowohl die Satelliten als auch das für den Start bezahlte Geld "einbehalten" werde.
Russland stellt Forderungen, die so nie erfüllt werden konnten
Russland ist schon sehr lange klar, welchen Kunden man mit OneWeb bedient. Das Unternehmen will, ganz ähnlich wie SpaceX mit Starlink, ein globales Netz an Satelliten aufbauen und wird dabei von der britischen Regierung als Anteilseigner unterstützt. Seit Februar 2019 wurden mit Sojus-Raketen bei 13 Missionen 428 der 648 geplanten Satelliten vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gebracht. Nach dem Start des Angriffskrieges auf die Ukraine hatte Russland dann plötzlich ein Ultimatum an das Unternehmen gestellt, dessen Erfüllung in dieser Form von vornherein ausgeschlossen war.
OneWeb wird nicht mehr aus Baikonur starten
Roskosmos Generaldirektor Dmitri Rogosin hatte nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine erklärt, man werde den geplanten Start von OneWeb am 4. März jetzt an Bedingungen knüpfen. Das Unternehmen solle eine Garantie abgegeben, dass das geplante Netzwerk nicht für militärische Zwecke genutzt würde. Darüber hinaus solle sich die britische Regierung unverzüglich als Anteilseigner aus dem Unternehmen zurückziehen. Roskosmos hatte die Forderungen erst ausgesprochen, als die Sojus-Rakete bereits mit 36 OneWeb-Satelliten an Bord zur Startrampe gerollt war.
Die Zukunft eher ungewiss
OneWeb ist in seinen Plänen eigentlich vollständig abhängig von den Starts, die vertraglich mit Roskosmos vereinbart wurden. Und so spricht das Unternehmen in einer Mitteilung vom 3. März vorsichtig davon, dass man alle Starts aus Baikonur "aussetzen" werde. Die britische Regierung ist in ihrer Ablehnung der russischen Forderungen sehr klar: "Es gibt keine Verhandlungen über OneWeb: Die britische Regierung wird ihren Anteil nicht verkaufen", sagte der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng in seiner Antwort laut Spacenews.Für OneWeb ergibt sich aber neben des jetzt unklaren Weges seiner Satelliten ins All noch ein weiteres Problem. Die Hardware des Unternehmens wird zwar in Florida im Rahmen eines Joint Ventures mit Airbus gebaut, die Antriebe der Satelliten werden aber von dem russischen Unternehmen Fakel importiert. Unklar ist aktuell, ob genügend Triebwerke gelagert sind oder es auch hier zu Verzögerungen kommen kann.
Der Roskosmos-Chef Rogosin übt sich währenddessen in politisierten Kommentaren. Er teilt ein Video der Startrampe mit der Unterschrift: "Die Raketentechniker in Baikonur haben beschlossen, dass unsere Rakete ohne die Flaggen einiger Länder schöner aussehen würde." Zuvor hatte er erklärt, dass Russland sowohl die Satelliten als auch das für den Start bezahlte Geld "einbehalten" werde.
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