Blue Origin erwartet Boom beim Weltraumtourismus, baut neue Rakete

Weltraumtourismus ist schon länger ein Thema, bisher war es aber nur wenigen vorbehalten. 2021 gab es aber einen regelrechten Boom, SpaceX, Virgin und Blue Origin haben erfolgreich Menschen in und an den Rand des Weltalls befördert. Und Bezos' Unternehmen plant mehr. Im vergangenen Jahr hat Blue Origin seine New Shepard genannte Rakete gleich vier Mal erfolgreich gestartet, drei Mal saßen Weltraumtouristen an Bord. Beim Debüt im Sommer war es Firmengründer und -chef Jeff Bezos, im Herbst durfte dann u. a. William Shatner mit. Für dieses Jahr erwartet Blue Origin nicht, dass die Nachfrage nachlässt, im Gegenteil.

Nachfrage explodiert

Das Unternehmen von Amazon-Gründer Bezos erwartet für 2022 eine Verdopplung der Menschen, die man auf suborbitale Flüge mitnehmen kann. Dafür soll eine weitere Rakete gebaut und in Dienst gestellt werden. Auf der FAA Commercial Space Transportation Conference sagte Bob Smith, Chief Executive Officer von Blue Origin (via Space News), dass die Nachfrage nach Flügen "sehr robust" sei und man diese auch erfüllen wolle.


Smith: "Der Markt ist robust. Er ist sehr robust. Die Herausforderung für Blue besteht derzeit darin, dass wir eigentlich angebotsbeschränkt sind. Kein Unternehmen möchte bei einer robusten Nachfrage jemals angebotsbeschränkt sein. Es obliegt uns, neue Fahrzeuge zu bauen, sie fertig zu stellen und sicher in die Luft zu bringen und auch unsere Startfrequenz sicher zu erhöhen."

Bisher konnte Blue Origin mit Hilfe der New Shepard-Rakete 14 Menschen an den Rand des Weltalls bringen - bei den ersten beiden Flügen waren es vier Passagiere, im vergangenen Dezember nahm man die maximal mögliche Anzahl mit, nämlich sechs. Wie viele bemannte sowie unbemannte Flüge man für dieses Jahr plant, wollte der Blue Origin-CEO nicht verraten, aber laut Smith soll 2022 eine zweite Rakete in Dienst gestellt werden.

Sicherheit vor Quantität

Denn die große Frage ist, wie schnell man die Rakete(n) zwischen den Einsätzen wieder startbereit bekommt. Denn bei New Shepard handelt es sich um ein wiederverwertbares System, Blue Origin will aber aufpassen, die Zeit nicht zu kurz zu halten, aus Sicherheitsgründen natürlich: "Unsere Startrate wird wirklich davon abhängen, wie sehr wir uns selbst davon überzeugen können, dass wir den Prozess übernehmen und ihn gut durchführen können." Amazon, Rakete, Jeff Bezos, Blue Origin Amazon, Rakete, Jeff Bezos, Blue Origin Blue Origin
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